Wissenschaft
Nasa hat Probleme mit Start der „Dawn“-Sonde

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat wegen technischer Probleme den Start der mit deutscher Beteiligung gebauten Raumsonde „Dawn“ Ende kommender Woche in Frage gestellt.

dpa WASHINGTON. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat wegen technischer Probleme den Start der mit deutscher Beteiligung gebauten Raumsonde „Dawn“ Ende kommender Woche in Frage gestellt.

Die Entscheidung, ob die Sonde am 7. Juli starten könne, werde erst am Dienstag kommender Woche fallen, sagte der stellvertretende Programmdirektor Todd May am Dienstag in Washington. Als Grund nannte May Probleme mit einem Kran und Komponenten der Trägerrakete, die während des Transports beschädigt worden seien und repariert werden müssten.

Die „Dawn“-Sonde soll in den kommenden vier Jahren zum Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter fliegen und dort den Zwergplaneten Ceres und den Asteroiden Vesta erkunden. Beide Himmelskörper sind mit weniger als 1 000 Kilometer Durchmesser erheblich kleiner als der Mond und völlig gegensätzlich. Während Ceres als Eisklumpen feucht und kalt ist, gibt es auf Vesta Spuren von Vulkanismus.

Die Mission der „Dawn“-Sonde gleicht einer Zeitreise von 4,5 Mrd. Jahren zurück in die Vergangenheit, weil es damals noch keine Planeten wie die Erde gab und Asteroide das Material enthalten, aus dem unser Sonnensystem später entstanden ist.

Deutschland hat für die auf 449 Mill. Dollar (334 Mill. Euro) teure Expedition hochauflösende Kameratechnik beigesteuert, mit der erstmals Bilder aus nächster Nähe eines Asteroiden aufgenommen werden können.

Sollte die Sonde nicht in der Zeit zwischen dem 7. und 11. Juli starten können, öffnet sich nach den Worten von May erst wieder in den ersten beiden Septemberwochen ein Startfenster. Dazwischen muss die Nasa zunächst bis spätestens 25. August die Mars-Sonde „Phoenix“ und den Space-Shuttle „Endeavour“ auf die Reise schicken.

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