Wissenschaft
Neue Affengattung in Tansania entdeckt

Eine im vergangenen Jahr in Tansania entdeckte neue Affenart hat sich bei näherer Untersuchung als bislang unbekannte eigene Gattung herausgestellt. Die mittelgroßen, braun-grauen Affen mit einem Haarbüschel auf dem Kopf waren zunächst für eine Mangaben-Art gehalten worden.

dpa NAIROBI/WASHINGTON. Eine im vergangenen Jahr in Tansania entdeckte neue Affenart hat sich bei näherer Untersuchung als bislang unbekannte eigene Gattung herausgestellt. Die mittelgroßen, braun-grauen Affen mit einem Haarbüschel auf dem Kopf waren zunächst für eine Mangaben-Art gehalten worden.

Tatsächlich seien die Kipunji-Affen aber eher mit Pavianen verwandt, berichten Tim Davenport von der tansanischen Wildlife Conservation Society und Kollegen in einer Online-Veröffentlichung des US-Fachblatts „Science“ vom Donnerstag. Grundlage ist unter anderem eine Erbgutanalyse. Die neue Gattung trägt den Namen Rungwecebus nach dem Berg Rungwe, wo die Tiere erstmals beobachtet worden waren.

Die Forscher hatten die nur in Tansania lebenden Affen auf Filmaufnahmen zunächst für Verwandte von Mangaben gehalten und ihnen den wissenschaftlichen Namen Lophocebus kipunji gegeben. Später geriet ein Tier in die Falle eines Bauern. Die Forscher untersuchten unter anderem sein Genmaterial und kamen zu dem Schluss, dass es sich um eine bislang unbekannte Gattung handelt. Die Affen heißen daher nun Rungwecebus kipunji.

Das internationale Forscherteam zeigte sich begeistert. „Es bedeutet, dass das Zeitalter der Entdeckungen noch keineswegs vorbei ist“, sagte William Stanley, ein Mitautor der Studie. Allerdings warnten sie zugleich, dass die neu entdeckten Affen bereits stark bedroht sei, da Menschen sie wegen des Fleisches jagten und Raubbau in den Wäldern betrieben.

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