Wissenschaft
Neue Tattoo-Tinten sollen sich in einer Sitzung entfernen lassen

Wer sich tätowieren lassen will, sollte vielleicht das nächste Jahr abwarten. Ein US-Unternehmen plant, 2007 neuartige Tattoo-Tinten auf den Markt zu bringen, die sich einfacher entfernen lassen und sicherer in der Anwendung sind als bisher.

dpa LONDON. Wer sich tätowieren lassen will, sollte vielleicht das nächste Jahr abwarten. Ein US-Unternehmen plant, 2007 neuartige Tattoo-Tinten auf den Markt zu bringen, die sich einfacher entfernen lassen und sicherer in der Anwendung sind als bisher.

Das berichtet das britische Magazin „New Scientist“ (Nr. 2 549, S. 25). Durch nur eine Laserbehandlung sollen Tätowierungen mit den neuen Farbstoffen demnach wieder verschwinden.

Gegenwärtig benutzten Tinten enthalten unter anderem Ruß, Metallsalze und weitere Stoffe, die gewöhnlich eher in Autolacken und Druckfarben eingesetzt werden, wie der „New Scientist“ schreibt. Das Unternehmen Freedom-2 in Philadelphia will nach Informationen des Magazins nun Tattoo-Tinten mit Färbemitteln auf den Markt bringen, die in den USA für den Gebrauch in Kosmetika, Nahrungsmitteln und Medikamenten bereits zugelassen sind. Diese Farbstoffe sind für Tätowierungen bislang noch nicht benutzt worden, weil der Körper sie sofort absorbiert.

Um dieses Problem zu lösen, ist am Massachusetts General Hospital in Boston ein Verfahren entwickelt worden, die Farben in winzige Kügelchen mit einem Durchmesser von nur einem bis drei tausendstel Millimetern einzubetten. Die Substanzen werden von den Hautzellen aufgenommen und ergeben schließlich eine Tätowierung. Die Pigmente können den Angaben zufolge in einer einzigen Lasersitzung wieder entfernt werden. Der Laser zerstört die Polymerkugeln, die austretenden Farben werden anschließend von den Körperzellen absorbiert und die Tätowierung verschwindet.

Gewöhnliche Tätowierungen lassen sich erst mit einer Serie von bis zu zehn Laserbehandlungen ausbleichen, aber nur etwa die Hälfte der Tätowierungen lasse sich komplett entfernen, schreibt der „New Scientist“.

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