Wissenschaft
Obst und Gemüse senken Krebsrisiko

Der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse senkt das Risiko, an Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Das zeigt die Auswertung einer europäischen Langzeit- Untersuchung, wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (Dife) am Donnerstag in Potsdam mitteilte.

dpa POTSDAM. Der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse senkt das Risiko, an Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Das zeigt die Auswertung einer europäischen Langzeit- Untersuchung, wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (Dife) am Donnerstag in Potsdam mitteilte.

Demnach sinkt das Risiko pro 80 Gramm täglich verzehrtem Obst und Gemüse um durchschnittlich neun Prozent. Bei Männern verringert sich das Risiko um zwölf, bei Frauen lediglich um vier Prozent. Die neuen Ergebnisse der Epic- Studie werden in der Septemberausgabe der Fachzeitschrift „Cancer Causes and Control“ (Bd. 17, S. 957) veröffentlicht.

Nach Angaben des Dife profitieren Männer stärker, weil Frauen in der Regel ohnehin mehr Obst und Gemüse essen. Das gelte vor allem für Nord-, West- und Mitteleuropa, sagte der Leiter der Potsdamer Epic- Studie, Heiner Boeing. Wer allerdings bereits mehr als 300 Gramm Obst und Gemüse täglich verzehre, könne das Risiko „vermutlich“ nicht noch weiter senken, schreibt das Dife. „Man sollte daher besonders Menschen mit einem sehr niedrigen Obst- und Gemüsekonsum dazu ermutigen, ihre tägliche Verzehrmenge zu erhöhen“, betont Boeing.

Die Epic-Studie untersucht Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs sowie anderen chronischen Erkrankungen. Dafür wurden zwischen 1992 und 1998 europaweit mehr als eine halbe Million Menschen zu ihren Ernährungsgewohnheiten und Lebensumständen befragt. Ausgewertet wurden am Ende die Daten von 130 000 Männern und 215 000 Frauen. Innerhalb des Nachbeobachtungszeitraums von knapp sechs Jahren erkrankten 255 Studienteilnehmer und 97 Studienteilnehmerinnen erstmals an Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs. „Die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Auftreten der Erkrankung sind bemerkenswert“, erklärt Boeing. Dies gehe vermutlich auf den generell höheren Alkohol- und Zigarettenkonsum der Männer zurück.

Die Untersuchung Epic (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition; europäische Langzeitstudie zu Krebs und Ernährung) hatte unter anderem bereits gezeigt, dass Obst und Gemüse das Darmkrebs- und Lungenkrebsrisiko senken können.

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