Wissenschaft
„Ötzi“-Forscher: Der Eismann verblutete innerhalb weniger Minuten

Der Gletschermann „Ötzi“ ist Forschern zufolge innerhalb weniger Minuten verblutet. Der Mann wurde vor 5 300 Jahren von hinten von einem Pfeil getroffen und starb so rasch, weil dabei eine große Arterie der linken Schulter verletzt wurde.

dpa ZüRICH. Der Gletschermann „Ötzi“ ist Forschern zufolge innerhalb weniger Minuten verblutet. Der Mann wurde vor 5 300 Jahren von hinten von einem Pfeil getroffen und starb so rasch, weil dabei eine große Arterie der linken Schulter verletzt wurde.

Das berichtete die Universität Zürich am Mittwoch. Die Verletzung der Arterie sei mit Hilfe der Mehrschicht-Computertomographie von den Wissenschaftlern aus Zürich und dem italienischen Bozen ermittelt worden. Das in Hamburg erscheinende Magazin „National Geographic Deutschland“ hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres über dieses Ergebnis berichtet. Nun ist die Arbeit im „Journal of Archeological Science“ erschienen.

Vor 15 Jahren hatten Wanderer den „Homo tiroliensis“ in den Ötztaler Alpen entdeckt. Er trug grasgefüllte Schuhe aus Bärenleder, eine Mütze und einen Fellmantel sowie eine Art Leggins aus Pelz. Über seinen Tod kursieren verschiedene Theorien - bis hin zur rituellen Opferung. Als sicher gilt inzwischen, dass „Ötzi“ mit etwa 47 Jahren starb. Er hatte Spuren fremden Blutes an den Händen. In seiner linken Schulter steckte ein 21 Zentimeter langer Pfeil.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%