Wissenschaft
Physiker: Tumore mit Hilfe von Hochleistungslasern zerstören

Krebsgeschwüre sollen in Zukunft nebenwirkungsarm mit Hilfe von Hochleistungslasern zerstört werden. Physiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben nach eigenen Angaben als weltweit erste eine dafür geeignete Methode entwickelt.

dpa JENA/LONDON. Krebsgeschwüre sollen in Zukunft nebenwirkungsarm mit Hilfe von Hochleistungslasern zerstört werden. Physiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben nach eigenen Angaben als weltweit erste eine dafür geeignete Methode entwickelt.

Es sei gelungen, mit einem Hochleistungslaser Atomkernteilchen, so genannte Protonen, zu erzeugen, die treffsicher sind, sagte Roland Sauerbrey, Direktor des Instituts für Optik und Quantenelektronik. Sein Team stellt das Verfahren an diesem Donnerstag im britischen Fachjournal „Nature“ (DOI: 10.1 038/nature04492) vor.

Besonders Geschwüre in sensiblen Körperregionen könnten damit zielgenauer und nebenwirkungsärmer behandelt werden, sagte der Professor. „Beim Auftreffen auf den Tumor wird der Strahl dann so stark abgebremst, dass die Protonen ihre Energie direkt im Tumor abgeben, der dadurch gezielt zerstört wird.“ Allerdings werde es voraussichtlich noch etwa zehn Jahre dauern, bis Mediziner diese High-Tech-Methode anwenden können.

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