Wissenschaft
Pseudo-Sex rettet unterlegenen Flusskrebsen das Leben

Männliche Flusskrebse, die im Kampf mit einem Rivalen unterliegen, haben eine gute Chance zu überleben: Sie müssen dafür die Rolle eines Weibchens annehmen und mit dem Sieger Pseudo-Sex treiben.

dpa ATLANTA/NEW YORK. Männliche Flusskrebse, die im Kampf mit einem Rivalen unterliegen, haben eine gute Chance zu überleben: Sie müssen dafür die Rolle eines Weibchens annehmen und mit dem Sieger Pseudo-Sex treiben.

Diese Entdeckung machten Forscher der Universität von Georgia in Atlanta (USA). Sie berichten im Fachjournal „Current Biology“, dass dieses Verhalten bisher vor allem von Säugetieren bekannt war, nicht aber von wirbellosen Arten wie dem Flusskrebs.

Die Autoren Fadi Issa und Donald Edwards fanden heraus, dass bei kämpfenden Flusskrebsen, die sich nicht durch gespielten Verkehr abreagierten, jeder zweite schwächere Rivale von dem stärkeren getötet wurde. Dagegen überlebten alle Verlierer, die beim Pseudo-Sex mit dem überlegenden Rivalen mitmachten und sich wie ein Weibchen unterwarfen, wenigstens 24 Stunden, heißt es in dem Artikel. Das männliche Gehabe beim gestellten Geschlechtsverkehr helfe dem Sieger, sich zu beruhigen und seine Dominanz zu etablieren.

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