Wissenschaft
Raltegravir in der EU zugelassen

Die EU-Kommission hat mit dem Medikament Isentress den ersten Vertreter einer neue Klasse von Aidsmedikamenten zugelassen. Das teilte das Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme (MSD) am Freitag in Whitehouse Station (US-Staat New Jersey) mit.

dpa LONDON/WHITEHOUSE STATION. Die EU-Kommission hat mit dem Medikament Isentress den ersten Vertreter einer neue Klasse von Aidsmedikamenten zugelassen. Das teilte das Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme (MSD) am Freitag in Whitehouse Station (US-Staat New Jersey) mit.

Am 15. November hatte die Europäische Arzneimittelagentur (Emea) in London der Kommission diesen Schritt bereits empfohlen. Das neue Medikament mit dem Handelsnamen Isentress enthält den Wirkstoff Raltegravir. Dieses Molekül behindert die Vermehrung des Erregers der Immunschwäche. Um sich in der Zelle zu vermehren, muss der Aidserreger seine Erbsubstanz in die DNA des Menschen einbauen. Dazu nutzt HIV eines seiner eigenen Enzyme, die Integrase. Diese wird von dem neuen Präparat blockiert. Darauf geht auch der Name der neuen Wirkstoffklasse zurück: Isentress ist der erste Integrase-Inhibitor.

In klinischen Studien hatte das Präparat gute Ergebnisse gebracht. Das Virenerbgut im Blut der Raltegravir-Patienten sank in Kombination mit einem anderen Medikament im Schnitt um 98 Prozent, in der Kontrollgruppe dagegen nur um 45 Prozent. Die Zahl der entscheidenden Abwehrzellen (CD4-Zellen) stieg in den beiden hochdosierten Raltegravir-Gruppen deutlich, hießt es im Medizinjournal „The Lancet“ (Bd. 369, S. 1 261).

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