Wissenschaft
Rauchverbot verbessert Gesundheit von Kneipenmitarbeitern

Das schottische Rauchverbot in Kneipen und Bars hat einer kleinen Untersuchung zufolge bereits nach wenigen Wochen die Gesundheit der Mitarbeiter verbessert. Das berichten Forscher der Universität Dundee im US-Ärztejournal „Jama“ (Bd. 296, S. 1 742) von diesem Mittwoch.

dpa DUNDEE/CHICAGO. Das schottische Rauchverbot in Kneipen und Bars hat einer kleinen Untersuchung zufolge bereits nach wenigen Wochen die Gesundheit der Mitarbeiter verbessert. Das berichten Forscher der Universität Dundee im US-Ärztejournal „Jama“ (Bd. 296, S. 1 742) von diesem Mittwoch.

Demnach sank die Zahl der Theken-Männer und -Frauen, die unter Atemwegproblemen, brennenden Augen oder Irritationen in Hals und Nase litten, in nur einem Monat von knapp 80 auf 53 Prozent. Nach einem weiteren Monat gaben nur noch 49 Prozent der Mitarbeiter an, weiter unter den Folgen des Qualms aus der Zeit vor dem Rauchverbot zu leiden. In derselben Zeit besserten sich auch die Lungen- und Blutwerte der Probanden merklich.

Zwar stützt sich die Untersuchung von Daniel Menzies und Kollegen nur auf die Daten von 77 Angestellten, die sich für insgesamt drei Tests vor und nach dem Rauchverbot zur Verfügung gestellt hatten. Doch das Ergebnis bestätigt in den Augen der Forscher, was auch in anderen Ländern offenkundig geworden war. So hatte das drastische Rauchverbot in Italien ersten medizinischen Studien zufolge zu einer spürbaren Verringerung von Herzinfarkten geführt. Allein in der Region Piemont sank die Zahl der Patienten unter 60 Jahren, die mit akutem Herzinfarkt ins Krankenhaus kamen, in den ersten fünf Monaten nach Einführung des Rauchverbots um elf Prozent.

Ein Kommentar des Mediziners Mark Eisner von der Universität von Kalifornien in San Francisco widerlegt in derselben „Jama“-Ausgabe die Argumente gegen ein Rauchverbot. Demnach wird das Verbot in Restaurants fast 100-prozentig befolgt und in Bars etwa zu 75 Prozent. Mehrere internationale Studien zeigten, dass die Bevölkerung das Rauchverbot größtenteils unterstützt. Zum angeblichen Verlust für Kneipiers und Restaurantbesitzer schreibt Eisner, dass die steuerlichen Abgaben und andere verfügbare Zahlen keinen Umsatzeinbruch durch das Rauchverbot erkennen lassen. Im Gegenteil hätten einige Gaststätten ihre Umsätze in rauchfreier Luft sogar verbessern können.

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