Wissenschaft
Salzwassernebel viel versprechende Zusatztherapie bei Mukoviszidose

Amerikanische und australische Forscher haben eine viel versprechende Zusatztherapie gegen die schwere Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose erfolgreich getestet.

dpa BOSTON/NEW YORK. Amerikanische und australische Forscher haben eine viel versprechende Zusatztherapie gegen die schwere Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose erfolgreich getestet.

Die Behandlung basiert auf einem Sprühnebel mit einem fast doppelt so hohen Salzgehalt wie im Meereswasser, der beim Einatmen überschüssige Flüssigkeit aus dem Lungengewebe der Patienten „saugt“. Das Ergebnis der amerikanisch-australischen Untersuchung ist im „New England Journal of Medicine“ (Bd. 354, S. 229 und 241 ) vom Donnerstag veröffentlicht.

Mukoviszidose (zystische Fibrose) gehört zu den häufigsten angeborenen Stoffwechselkrankheiten in Deutschland. Eins von 2 500 Neugeborenen ist nach Angaben des des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (Bvkj) von dem Leiden betroffen. Es beruht auf einem angeborenen Fehler in der Schleimbildung der Lunge, des Darmtrakts und der Bauchspeicheldrüse. Deren Sekrete werden so zähflüssig, dass sie die Funktion der Organe behindern.

Die Salznebeltherapie ist nach Worten des Mediziners Scott Donaldson von der Universität von North Carolina in Chapel Hill ebenso „einfach und kostengünstig wie wirksam und gut verträglich“. In der Studie verbesserten sich sowohl Schleimabfuhr als auch allgemeine Funktion der Lungen bei den Probanden.

Das Team äußerte in dem Journal die Hoffnung, dass „diese Behandlung die Phasen abbaut, in denen sich die Patienten sehr krank fühlen, den Verfall ihrer Lungenfunktion bremst und ihnen eine längere Lebensdauer schenkt“. In Australien wurde die Salznebeltherapie ein knappes Jahr lang an 164 Patienten getestet, in den USA an einer kleineren Gruppe über einen kürzeren Zeitraum, jedoch mit ebenso guten Ergebnissen.

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