Wissenschaft
Sauerstoffmangel bei der Geburt mögliche Ursache für Autismus

Bekommen Babys während oder kurz nach der Geburt zu wenig Sauerstoff, kann das einer US-Studie zufolge Hör- und Lernprobleme und sogar Autismus verursachen.

dpa NEW YORK. Bekommen Babys während oder kurz nach der Geburt zu wenig Sauerstoff, kann das einer US-Studie zufolge Hör- und Lernprobleme und sogar Autismus verursachen. Das berichten Forscher in den „Proceedings“ der amerikanischen Akademie der Wissenschaften (Pnas, doi: 10.1 073/pnas.0 509 520 102).

Die Forscher der Universität von Kalifornien in San Francisco verminderten bei ihrer Untersuchung die Sauerstoffzufuhr für gerade geborene Ratten, bis die Tiere das Bewusstsein verloren. Spätere Experimente zeigten, dass diese Ratten schlechter hören konnten und langsamer lernten als normal geborene Artgenossen. Dies könnte den Wissenschaftlern zufolge beim Menschen ähnlich sein; beispielsweise dann, wenn ein Baby bei der Geburt die Nabelschnur um den Hals hat und deshalb wenig Sauerstoff bekommt.

Autismus wird nach Angaben der Forscher unter anderem auf eine erbliche Veranlagung zurückgeführt, aber auch auf äußere Faktoren wie Umweltgifte, Infektionen sowie Alkohol- und Drogenkonsum der Mutter während der Schwangerschaft. Stark autistische Kinder können keine normale Schule besuchen.

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