Wissenschaft
Schavan will Naturwissenschaften in Kindergärten fördern

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will bereits Kleinkinder für Naturwissenschaften begeistern.

dpa MüNCHEN. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will bereits Kleinkinder für Naturwissenschaften begeistern. In den kommenden fünf Jahren sollten Technik und Forschung auch in Kindergärten und Vorschulen eine größere Rolle spielen, sagte die Ministerin am Samstag bei einem Rundgang auf dem Forum des „Wissenschaftssommers 2006“ in München.

„Mittlerweile gibt es viele Forschungsinstitute, die ihre Tore für Schüler öffnen.“ Dadurch könnten Schwellen gesenkt werden, auch hinsichtlich der späteren Studien- und Berufswahl, sagte Schavan.

Zeitgleich mit dem „Wissenschaftssommer“, der Besuchern eine Woche lang die praktischen Seiten der Naturwissenschaft näher bringen will, startete am Samstag in München das Zweite Euroscience Open Forum (Esof). Bei der Eröffnung der größten europäischen Wissenschaftskonferenz betonte Bundespräsident Horst Köhler, dass die Politik von der Wissenschaft viel lernen könne. Diese lebe nämlich vor, wie Grenzen überwunden werden. „Auf der Esof präsentiert sich Europa als Wissenschaftsgemeinschaft, die sich öffnet für Partner aus anderen Teilen der Welt.“

Bis Mittwoch werden rund 2 500 internationale Fachleute erwartet, unter ihnen mehrere Nobelpreisträger wie der Münchner Physiker Theodor Hänsch. Auf dem Programm stehen mehr als 70 Veranstaltungen im Forum des Deutschen Museums. Die Vorträge und Workshops stehen teilweise nicht nur dem Fachpublikum, sondern allen interessierten Besuchern offen. Zu den Themen gehören der Umgang mit Katastrophen und Atomenergie genauso wie die Möglichkeit außerirdischen Lebens oder die Herausforderungen der alternden Gesellschaft.

Einige zum Esof angereiste Wissenschaftler werden ihre Beiträge auf dem „Wissenschaftssommer“ vorstellen. Der steht dieses Jahr vor allem im Zeichen der Informatik. Herzstück ist der „Jahrmarkt der Wissenschaften“: In der Ausstellung laden mehr als 30 Stände internationaler Institute zum Ausprobieren und Experimentieren ein. So können Besucher aus Zellen der eigenen Mundschleimhaut DNA gewinnen oder im Vakuum Schokoküsse explodieren lassen.

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