Wissenschaft
SMS am Steuer: 23-faches Unfallrisiko

Am Steuer eines Autos sitzend eine SMS zu tippen, ist gefährlich - einer neuen Studie zufolge noch mehr als bisher angenommen. So stieg die Unfallgefahr bei Lastwagenfahrern um das 23-fache, wenn sie am Lenkrad Textmeldungen tippten, statt sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

dpa NEW YORK. Am Steuer eines Autos sitzend eine SMS zu tippen, ist gefährlich - einer neuen Studie zufolge noch mehr als bisher angenommen. So stieg die Unfallgefahr bei Lastwagenfahrern um das 23-fache, wenn sie am Lenkrad Textmeldungen tippten, statt sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

Für die Untersuchung hat das Virginia Tech Transportation Institute mehr als hundert Lastwagen mit Videokameras ausgestattet und die Fahrer auf einer Strecke von insgesamt fast zehn Mill. Kilometern beobachtet.

Beim SMS-Schreiben schauten die LKW-Lenker im Schnitt 4,6 bis sechs Sekunden lang nicht auf die Straße. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 80 Stundenkilometern entspricht das der Länge eines Fußballfelds. Textmeldungen schreiben sei mithin deutlich gefährlicher als telefonieren, erklärten die Forscher in einer Mitteilung.

Das Wählen einer Telefonnummer auf dem Handy erhöhte die Unfallgefahr um das sechsfache. Sprechen oder Zuhören ergab kein größeres Risiko. Die Ergebnisse sind nach Ansicht des Instituts aussagekräftiger als Tests im Labor, weil sie die Reaktionen im echten Verkehr zeigen.

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