Wissenschaft
Sonden-Treffen an der Venus

Die Nasa-Sonde „Messenger“ sollte am Dienstag auf ihrem Weg zum Merkur in nur 347 Kilometern Abstand an unserem Nachbarplaneten Venus vorüber fliegen.

dpa KöLN. Die Nasa-Sonde „Messenger“ sollte am Dienstag auf ihrem Weg zum Merkur in nur 347 Kilometern Abstand an unserem Nachbarplaneten Venus vorüber fliegen. Dabei sollte die US-Sonde die europäische Sonde „Venus Express“ bei ihren Beobachtungen unterstützen und so einen doppelten Blick auf die Venus ermöglichen.

Dies teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Dienstag in Köln mit. Ziel des Manövers ist es, „Messenger“ durch den Vorüberflug abzubremsen, damit die Sonde später in einen Merkur-Orbit einschwenken kann. „Venus Express“ umkreist den als Abendstern sichtbaren Planeten seit April 2006.

Als einzige Nicht-Amerikaner im „Messenger“-Team wollten die zwei DLR-Forscher Jörn Helbert und Jürgen Oberst das Ereignis am Computer im Institut des Zentrums in Berlin-Adlershof verfolgen. „Was wir hier versuchen, ist hoch spannend - noch nie gab es an der Venus ein solches Rendezvous zweier Raumsonden“, sagte Helbert im Vorfeld. Während des „Messenger“-Vorbeiflugs befindet sich „Venus Express“ auf der anderen Seite des Planeten, die Sonde überfliegt jedoch später das selbe Gebiet und soll ergänzende Daten sammeln.

Das Manöver der „Messenger“ dient den Angaben nach auch als Generalprobe für die Annäherung an den Merkur, das eigentliche Ziel der Sonde. Dort soll sie im Januar 2008 ankommen. Im Oktober kommenden Jahres und im September 2009 soll „Messenger“ zwei weitere Male nahe am Merkur vorbeifliegen, ehe die Sonde des Nasa-Discovery-Programms im März 2011 in eine Umlaufbahn um den kleinsten Planeten des Sonnensystems einschwenken wird.

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