Wissenschaft: Sonne, Mond und Sterne im Februar: Planeten füllen den Abendhimmel

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Wissenschaft
Sonne, Mond und Sterne im Februar: Planeten füllen den Abendhimmel

Schon bald nach Sonnenuntergang leuchtet weit im Westen ein strahlend heller Lichtpunkt auf: der Abendstern. Dabei handelt es sich trotz des volkstümlichen Namens allerdings nicht um einen Stern, sondern um den Planeten Venus, der innerhalb der Erdbahn die Sonne umkreist.

dpa HAMBURG. Schon bald nach Sonnenuntergang leuchtet weit im Westen ein strahlend heller Lichtpunkt auf: der Abendstern. Dabei handelt es sich trotz des volkstümlichen Namens allerdings nicht um einen Stern, sondern um den Planeten Venus, der innerhalb der Erdbahn die Sonne umkreist.

Venus baut ihre Rolle als Abendstern aus. Am 16. Februar verlässt sie das Sternbild Wassermann und wechselt in das Sternbild Fische. Ein besonders hübscher und auffallender Himmelsanblick ergibt sich am Abend des 19. Februar, wenn sich die schlanke Sichel des zunehmenden Mondes zur Venus gesellt.

Allmählich füllen helle Planeten den zum Jahreswechsel planetenleeren Abendhimmel. Auch Merkur zeigt sich im ersten Februardrittel kurz am Abendhimmel. Der wegen seiner Sonnennähe schwierig zu beobachtende Planet lässt sich am günstigsten zwischen 3. und 9. Februar tief am Westhorizont erspähen. Kurz nach 18.00 Uhr zeigt er sich für etwa eine halbe Stunde. Seinen größten östlichen Winkelabstand von der Sonne erreicht Merkur am 7. Februar mit 18 Grad.

Beherrschender Planet des Nachthimmels ist Saturn. Der ringgeschmückte Planet steht in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar im Sternbild Löwe der Sonne genau gegenüber, der Astronom spricht von Oppositionsstellung. Saturn ist die gesamte Nacht am Firmament vertreten. Er leuchtet mit maximaler Helligkeit und erreicht seine geringste Entfernung von uns, weshalb auch sein Ring und die Planetenkugel jetzt am größten erscheinen.

Wer noch nie mit eigenen Augen den grandiosen Saturnring gesehen hat, sollte eine Sternwarte aufsuchen, um sich diesen majestätisch wirkenden Planeten im Teleskop anzusehen. Mit bloßen Augen ist der Ring nicht zu erkennen, Saturn erscheint nur als heller Lichtpunkt. Am Abendhimmel steht er halbhoch im Osten, um Mitternacht erreicht er im Süden seine Höchststellung und am Morgenhimmel erkennt man Saturn weit im Westen. Zur Opposition trennen uns eine Milliarde und 227 Mill. Kilometer vom Ringplaneten, das entspricht der achtfachen Entfernung von der Erde zur Sonne. Das Saturnlicht benötigt eine Stunde und acht Minuten, um zur Erde zu gelangen.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar wandert der Vollmond knapp nördlich an Saturn vorbei. Der exakte Vollmondtermin fällt auf den 2. Februar um 6.45 Uhr, wobei der Mond im Sternbild Krebs an der Grenze zum Löwen steht. Neumond ist am 17. Februar um 17.14 Uhr. Am 23. Februar wandert der zunehmende Halbmond gegen Mitternacht am offenen Sternhaufen der Plejaden im Stier vorbei, wobei er einige Plejadensterne bedeckt.

Am Morgenhimmel strahlt der helle Jupiter im Gebiet der Sternbilder Schlangenträger und Skorpion. Zu Monatsbeginn geht der Riesenplanet um 4.15 Uhr morgens auf, Ende Februar schon kurz vor 3.00 Uhr.

Den abendlichen Sternenhimmel beherrschen noch die Winterbilder. Das prominente Wintersternbild Orion ist aber schon deutlich nach Südwesten gerückt. Auch Einsteiger in die Himmelskunde erkennen den Himmelsjäger Orion leicht. Zwei helle Sterne markieren seine Schultern, drei auffällig in einer Reihe stehende Sterne den Gürtel und zwei die Füße. Der östliche Schulterstern leuchtet orange-rot und heißt Beteigeuze während der westliche Fußstern Rigel genannt wird und ein intensives, bläuliches Licht abstrahlt. Beteigeuze und Rigel sind die hellsten Sterne im Bild des Orion. Beide Bezeichnungen sind arabischen Ursprungs und bedeuten „Schulter“ beziehungsweise „Fuß“.

Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen langsam höher. Das markante Himmels-W sinkt dagegen zum Horizont hinab, erreicht ihn aber in unseren Breiten niemals, da es wie auch der Große Wagen ein so genanntes Zirkumpolarbild ist. Der klassischen Sage nach stellt das Himmels-W die eitle Königin Kassiopeia von Äthiopien dar.

Tief im Süden flackert auffällig ein bläulich-weißer Stern, der Sirius. Er ist der hellste Fixstern des Himmels und Hauptstern im Bild des Großen Hundes. Mit knapp neun Lichtjahren Entfernung gehört Sirius zu den Nachbarsonnen unserer eigenen Sonne. Im Osten ist bereits der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus vollständig aufgegangen. Als Frühlingssternbild kündigt er die kommende Jahreszeit an.

Die Sonne wandert am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn durch den Tierkreis. Ihre Mittagshöhe steigt im Februar um neun Grad, die Tageslänge nimmt um eineinhalb Stunden zu. Am 16. Februar verlässt die Sonne das Sternbild Steinbock und wechselt in das Sternbild Wassermann, in dem sie bis 12. März bleibt. In den frühen Morgenstunden des 19. Februar tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Fische.

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