Wissenschaft
Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall des Klonforschers Hwang

Im Skandal um seine gefälschten Stammzellen-Studien hat sich der südkoreanische Klonforscher Hwang Woo Suk entschuldigt, sich jedoch zugleich als Opfer einer möglichen Verschwörung beschrieben.

dpa SEOUL. Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen zum Fälschungsskandal um den Klonforscher Hwang Woo Suk mit der Vernehmung der ersten Zeugen fortgesetzt. Am Montag wurden nach lokalen Medienberichten zunächst sieben Forschungsassistenten von der Seouler National-Universität und einer kooperierenden Klinik befragt.

Die Namen hätten die Ermittler jedoch zum Schutz der Zeugen nicht preisgeben wollen, berichtete die Zeitung „The Korea Herald“. Die Befragungen richteten sich nach Angaben der Seouler Bezirksstaatsanwaltschaft zunächst auf die Arbeitsvorgänge in Hwangs Forschungsteam an der Seouler Universität und die individuelle Rolle der jeweiligen Forscher.

Der Rechnungshof in Seoul teilte am Montag mit, die Verwendung der öffentlichen Fördergelder für Hwangs Forschungen zu überprüfen. Demnach wurde Hwangs Team bis zum vergangenen Jahr mit 41,7 Mrd. Won (etwa 35 Mill. Euro) bezuschusst. Zusätzlich habe es 4,3 Mrd. Won von privaten Förderern erhalten.

Die Staatsanwaltschaft schaltete sich ein, nachdem eine Untersuchungskommission der Nationaluniversität zwei vermeintlich bahnbrechende Studien des Forschers über geklonte embryonale Stammzellen als Fälschungen aufgedeckt hatte. Der 53-jährige Tiermediziner hatte sich am vergangenen Donnerstag für den Skandal entschuldigt, die Hauptschuld an den Manipulationen jedoch Mitarbeitern zugeschrieben. Auch blieb er dabei, dass er über die Technik zum Klonen maßgeschneiderter Stammzellen für Patienten verfüge.

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