Wissenschaft
Stammzelltherapie lässt Sehnen und Bänder bei Ratten wachsen

Eine spezielle Stammzelltherapie könnte bald Verletzungen an Sehnen und Bändern heilen. Ein deutsch-israelisches Forscherteam habe die Behandlung bei Ratten bereits erfolgreich angewandt, berichtete die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig.

dpa BRAUNSCHWEIG. Eine spezielle Stammzelltherapie könnte bald Verletzungen an Sehnen und Bändern heilen. Ein deutsch-israelisches Forscherteam habe die Behandlung bei Ratten bereits erfolgreich angewandt, berichtete die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig.

Die Wissenschaftler hatten den Tieren Stammzellen aus deren Knochenmark in die verletzte Sehne verpflanzt und sie mit einem Wachstumsfaktor und dem Signalmolekül „Smad8“ stimuliert. Dies habe zu einer Regeneration des Sehnen-Gewebes geführt. Die Forscher präsentieren ihre Arbeit im „Journal of Clinical Investigation“ (Bd. 116, S. 940, April 2006).

Bislang wird bei gerissenen Sehnen oder Bändern unter anderem eigenes oder fremdes Sehnengewebe oder ein künstlicher Gewebe-Ersatz transplantiert. „Hierbei kommt es häufig zu Komplikationen, von Immun- und Abstoßungsreaktionen bis zur Abnutzung des Implantats“, erläuterte GBF-Wissenschaftler Gerhard Gross. Ob das Stammzellen-Verfahren auch beim Menschen wirksam ist, müssten künftige Untersuchungen zeigen.

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