Wissenschaft
Stephen Hawking und Larry King bieten ihr Erbgut zur Analyse an

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking und der US-Fernsehstar Larry King wollen ihr Erbgut entziffern lassen. Auch der Mitbegründer von Microsoft, Paul Allen, Finanzier Michael Milken und Larry Page von Google bieten ihre Gene zur Analyse an.

dpa SANTA MONICA/NEW YORK. Der britische Astrophysiker Stephen Hawking und der US-Fernsehstar Larry King wollen ihr Erbgut entziffern lassen. Auch der Mitbegründer von Microsoft, Paul Allen, Finanzier Michael Milken und Larry Page von Google bieten ihre Gene zur Analyse an.

Sie alle nehmen an einem Projekt teil, das die Analysetechnik für menschliches Erbgut vorantreiben soll. Langfristiges Ziel ist es, das Genom von Patienten einmal für 1 000 Dollar (788 Euro) sequenzieren zu können, berichtete die „New York Times“ am Donnerstag.

Eine Stiftung in Santa Monica (Kalifornien), die X Prize Foundation, möchte die noch junge Sequenziertechnik jetzt mit einem Millionen-Preis und prominenten Gen-Spendern fördern. Forscher, die es schaffen, das Erbgut von 100 Menschen in nur zehn Tagen zu sequenzieren, sollen mit zehn Mill. Dollar belohnt werden. Zu den Aufgaben der Genomforscher gehört weiterhin, die DNA-Sequenzen von 100 Prominenten wie Hawking, King, Allen und Milken aneinander zu reihen und damit einen Einblick in deren Erbanlagen zu gewähren.

An dem Wettbewerb wollen sich der Zeitung zufolge auch die beiden Genomforscher Craig Venter und Francis Collins beteiligen. Venter hatte 2003 eine Blaupause seines eigenen Genoms vorgestellt. Zeitgleich legte Collins als Leiter des internationalen Humangenomprojekts (Hugo) ein in weltweiter Zusammenarbeit sequenziertes menschliches Genom vor. Die Kosten des Humangenomprojekts wurden auf eine halbe Milliarde Dollar geschätzt.

Mit der Kenntnis des Erbguts eines Patienten hoffen Genforscher unter anderem, eines Tages maßgeschneiderte Behandlungen und Medikamente entwickeln zu können.

Die X Prize Foundation hatte vor zwei Jahren einen ähnlichen Preis für die Entwicklung eines privaten Raumfahrzeugs ausgesetzt. Außer der Genomforschung versucht die Stiftung derzeit auch, die Entwicklung von Autos mit stark reduziertem Treibstoffverbrauch zu fördern.

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