Wissenschaft
Übermüdete Mediziner erhöhen Todesrisiko der Patienten

Unter den Händen übermüdeter Mediziner sterben bis zu drei Mal mehr Patienten als bei der Behandlung durch ausgeruhte Kollegen. Das berichtet eine Gruppe um Charles Czeisler von der Harvard Medical School in Boston (US-Staat Massachusetts) im Journal „Plos Medicine“.

dpa NEW YORK. Unter den Händen übermüdeter Mediziner sterben bis zu drei Mal mehr Patienten als bei der Behandlung durch ausgeruhte Kollegen. Das berichtet eine Gruppe um Charles Czeisler von der Harvard Medical School in Boston (US-Staat Massachusetts) im Journal „Plos Medicine“.

Die Forscher hatten 17 003 Monatsberichte von 2 737 jungen Medizinern ausgewertet, die nach dem Examen praktische Erfahrung im Klinikalltag sammelten.

Die Zahl der Fehler stieg in jenen Monaten, in denen die künftigen Ärzte zwischen einer und vier 24-Stunden-Schichten arbeiten mussten, auf das Dreifache. In Monaten mit wenigstens fünf 24-Stunden- Schichten lag das Risiko für Fehlentscheidungen gar beim Siebenfachen, heißt es in „Plos Medicine“. In solchen Fällen stieg zudem die Sterberate durch vermeidbare Fehler um das Dreifache. Zum Vergleich dienten in allen Fällen Monate, in denen die Mediziner keine solche Schichten arbeiten mussten.

Darüber hinaus klagten die jungen Mediziner über schwere Konzentrationsmängel bei Vorträgen, Patientenbesuchen und bei Operationen.

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