Wissenschaft
Urknall im Labor

Der Startschuss für den Bau eines weltweit einmaligen Teilchenbeschleunigers ist gefallen: In Darmstadt soll ein Doppelring mit über einem Kilometer Umfang entstehen. Ab dem Jahr 2013 wird er ganz neue Einblicke in die Entstehung der Materie ermöglichen..

HB DARMSTADT. Mit dem weltweit einmaligen Teilchenbeschleuniger FAIR entsteht in Darmstadt eins der bundesweit größten Forschungsprojekte der kommenden Jahre. Vertreter von 15 Staaten gaben am Mittwoch in einem gemeinsamen Kommuniqué zu Bau und Betrieb von FAIR den Startschuss für das Vorhaben zur Erforschung von Materie und Urknall.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) sagte vorab: „Das neue Beschleunigerzentrum wird viele herausragende Forscher aus aller Welt nach Deutschland locken. Spitzengeräte locken Spitzenforscher an.“

Die 1,2 Milliarden Euro teure Anlage auf dem Gelände der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) soll neue Einblicke in die Entstehung des Universums und den inneren Aufbau der Materie ermöglichen. Baubeginn ist 2008/09, erste Experimente sind 2012/2013 geplant.

Herzstück von FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) ist ein Doppelringbeschleuniger mit einem Umfang von 1100 Metern. Er soll Ionenstrahlen mit bislang unerreichter Intensität auf Atomkerne schießen. So können Forscher Vorgänge nachstellen, wie sie bei der Entstehung des Weltalls vermutet werden. Dies erlaubt Rückschlüsse auf die Entstehung der Elemente und die Zusammensetzung der Atomkerne.

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