Wissenschaft
Urzeitlicher Baumbewohner aus der Grube Messel präsentiert

Frankfurt/Main (dpa) - Die vollständig erhaltene Versteinerung eines etwa ein Meter langen urzeitlichen Säugetiers haben Wissenschaftler des Frankfurter Senckenberg-Instituts gefunden. Das Fossil aus der Grube Messel bei Darmstadt lässt ein Haarkleid und einen buschigen Schwanz erkennen.

Frankfurt/Main (dpa) - Die vollständig erhaltene Versteinerung eines etwa ein Meter langen urzeitlichen Säugetiers haben Wissenschaftler des Frankfurter Senckenberg-Instituts gefunden. Das Fossil aus der Grube Messel bei Darmstadt lässt ein Haarkleid und einen buschigen Schwanz erkennen.

Der Baumbewohner mit dem wissenschaftlichen Namen „Kopidodon macrognathus“ lebte vor etwa 47 Mill. Jahren. Das Forschungsinstitut präsentierte den Fund am Donnerstag zum zehnten Jahrestag der Aufnahme der Grube Messel in das Weltnaturerbe der UN-Kulturorganisation Unesco.

„Das ist sensationell gut erhalten“, sagte Pressesprecherin Doris von Eiff in Frankfurt. Die gut sichtbaren Gelenke des Tieres sowie seine typischen Krallen belegten, dass es in den Bäumen am Ufer des einstigen Maarsees gelebt habe. Auf Grund der Magen- und Darminhalte weiterer, allerdings unvollständiger Funde sei anzunehmen, dass der Kopidodon ein Fruchtfresser war.

Die Senckenberg-Forscher gehen davon aus, dass das Tier zu einer Familie von Säugetieren gehörte, die nur in Europa vorkamen. Ungeklärt ist den Angaben zufolge, ob es eher mit den Urhuftieren oder mit den Insektenfressern verwandt war. Das nun vorgestellte Fossil war bereits im vergangenen Jahr entdeckt, aber seitdem aufwendig präpariert worden.

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