Wissenschaft
US-Forscher: Meereserwärmung lässt Zahl tropischer Stürme steigen

Die Erwärmung der Ozeane ist US-Forschern zufolge die Hauptursache für die zunehmende Zahl von Hurrikans und anderen schweren Tropenstürmen über den Weltmeeren.

dpa WASHINGTON. Die Erwärmung der Ozeane ist US-Forschern zufolge die Hauptursache für die zunehmende Zahl von Hurrikans und anderen schweren Tropenstürmen über den Weltmeeren.

Weitere Faktoren wie eine geringere Luftfeuchtigkeit oder veränderte Windverhältnisse könnten kurzfristige Variationen verursachen, aber keinen so langfristigen und weltweiten Trend, schreiben die Wissenschaftler um Peter Webster vom Georgia Institute of Technology im Fachblatt „Science“ (DOI: 10.1 126/science.1 123 560) von diesem Freitag. Ihren Daten nach hat sich die Zahl von Tropenstürmen der beiden höchsten Kategorien vier und fünf zwischen 1974 und 2004 fast verdoppelt.

Webster und seine Mitarbeiter hatten Daten aus dem Nordatlantik, dem westlichen, östlichen und dem südlichen Pazifik sowie dem Süd- und Nordindischen Ozean ausgewertet. Ein statistisch bedeutsamer Zusammenhang zur Hurrikanstärke fand sich nur für die Meeresoberflächentemperatur, die seit den 70er Jahren in allen Ozeanen gestiegen war.

Schwere tropische Wirbelstürme werden im asiatischen Raum als Taifune bezeichnet, an den Küsten Amerikas als Hurrikans und im Indischen Ozean als Zyklone. Sie werden erst ausgelöst, wenn die Wassertemperatur bestimmte Werte überschreitet. Unter Wissenschaftlern ist dennoch umstritten, ob der Klimawandel die Stürme häufiger und stärker werden lässt.

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