Wissenschaft
Vogelgrippe-Virus kann resistent gegen Medikament werden

Im Kampf gegen ein Übergreifen der Vogelgrippe auf den Menschen berichten britische Forscher von einer beunruhigenden Entwicklung: In Vietnam sind zwei mit dem Virus H5n1 infizierte Patienten gestorben, obwohl sie mit dem einzigen bekannten Gegenmittel behandelt wurden.

dpa NEW YORK. Im Kampf gegen ein Übergreifen der Vogelgrippe auf den Menschen berichten britische Forscher von einer beunruhigenden Entwicklung: In Vietnam sind zwei mit dem Virus H5n1 infizierte Patienten gestorben, obwohl sie mit dem einzigen bekannten Gegenmittel behandelt wurden.

„Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass sich bei der zurzeit empfohlenen Behandlung mit (dem Mittel) Tamiflu eine Resistenz entwickeln kann“, schreiben die Forscher der Universität Oxford in einer Studie, die am Donnerstag in dem amerikanischen Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde.

„Diese Studie zeigt erneut, wie bedrohlich das Virus ist“, sagte der Virologe Professor John Oxford der BBC. Es müsse mehr Geld investiert werden, um zusätzliche Medikamente gegen die Krankheit zu entwickeln.

Unterdessen ist in Indonesien die Zahl der bestätigten Todesfälle durch die Vogelgrippe auf elf gestiegen. Tests der Weltgesundheitsorganisation WHO hätten die Infektion eines achtjährigen Jungen und eines 39-Jährigen mit dem aggressiven Virustyp H5n1 nachgewiesen, teilte ein Sprecher der Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Die beiden Opfer waren bereits Mitte des Monats in der Hauptstadt Jakarta gestorben.

In Asien sind seit dem Ausbruch der Krankheit Ende 2003 mehr als 70 Menschen an der Seuche gestorben. Neben Indonesien gibt es auch in Thailand, Vietnam, China und Kambodscha Todesfälle. Am stärksten ist Vietnam mit mehr als 40 Toten betroffen.

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