Wissenschaft: Wandernde Nervenzellen frischen Geruchssinn auf

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Wandernde Nervenzellen frischen Geruchssinn auf

Das Riechzentrum des menschlichen Gehirns wird im Laufe des Lebens durch neu einwandernde Nervenzellen aufgefrischt. Damit könne der Geruchssinn erhalten werden, der beispielsweise für die Partnerwahl und die Erkennung verdorbener Lebensmittel wichtig ist.

dpa WASHINGTON. Das Riechzentrum des menschlichen Gehirns wird im Laufe des Lebens durch neu einwandernde Nervenzellen aufgefrischt. Damit könne der Geruchssinn erhalten werden, der beispielsweise für die Partnerwahl und die Erkennung verdorbener Lebensmittel wichtig ist.

Das berichten Forscher um Maurice Curtis von der Universität Auckland (Neuseeland) im US-Fachjournal „Science“ (online vorab veröffentlicht). Die Gruppe hatte in den Gehirnen Verstorbener den „Wanderweg“ der Vorläuferzellen ins Riechzentrum aufgespürt, der auch in Rattenhirnen bereits beobachtet worden war.

Bei Menschen war bislang zwar das Reservoir der Vorläuferzellen, nicht aber deren Route ins Riechzentrum bekannt. Nun beschreiben die Forscher, dass Nervenzellen auch im menschlichen Hirn aus der so genannten subventrikulären Zone über den „Rostral Migratory Stream“ in den Riechkolben einwandern und dort zu neuen Nervenzellen werden.

Diese Resultate sind nicht die ersten Hinweise darauf, dass im menschlichen Hirn neue Nervenzellen entstehen. Eine Studie in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften hatte im vergangenen Jahr neue Nervenzellen nach Schlaganfällen nachgewiesen. Und bereits im Jahr 2004 beschrieben Forscher um Arturo Alvarez-Buylla von der Universität von Kalifornien in San Francisco im Journal „Nature“ (Bd. 427, S. 740) jene Vorläuferzellen, denen das Team von Curtis nun bei der Wanderung zusah.

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