Wissenschaft
Warum die Grippe im Winter kommt: Viren mögen es kalt

Grippeviren mögen es kalt und trocken - das ist einer US-Studie zufolge der Grund, warum die gefürchtete Infektion vor allem in den Wintermonaten auftritt.

dpa NEW YORK. Grippeviren mögen es kalt und trocken - das ist einer US-Studie zufolge der Grund, warum die gefürchtete Infektion vor allem in den Wintermonaten auftritt.

In Versuchen mit Meerschweinchen fand ein Forscherteam um Peter Palese von der Mount Sinai School of Medicine in New York heraus, dass eine geringe Luftfeuchtigkeit von 20 bis 35 Prozent sowie niedrige Temperaturen um fünf Grad die Ansteckung fördern. „Der Grippe-Virus wird leichter im Winter auf dem Weg zur U-Bahn übertragen als in einem sommerlich warmen, geschlossenen Raum“, sagte Palese der „New York Times“ (Mittwoch).

Die Ergebnisse decken sich mit der Beobachtung, dass die Grippe auf der Nordhalbkugel der Erde zwischen November und März auftritt und auf der Südhalbkugel von Mai bis September. Paleses Team beobachtete infizierte und gesunde Meerschweinchen in unterschiedlichem Raumklima. Bei einer hohen Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent und darüber wurde das Virus gar nicht mehr übertragen. Bei Temperaturen um fünf Grad war die Ansteckungsrate deutlich höher als bei 20 Grad. Bei Sommertemperaturen um 30 Grad gab es gar keine Ansteckung mehr. Die Studie lege nahe, dass eine durch das Heizen relativ trockene Luft und kühle Wintertemperaturen die Ausbreitung des Virus begünstigten, folgerte Palese.

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