Wissenschaft
Warum Schimpansenmännchen immer um die Weibchen kämpfen müssen

Schimpansenmännchen sind durch einen biologischen Trick dazu verdammt, ständig um die Weibchen kämpfen zu müssen. Diese wiederum stellen damit sicher, dass meistens eines der stärksten Männchen zum Zuge kommt und zum Vater ihrer Kinder wird.

dpa HEIDELBERG. Schimpansenmännchen sind durch einen biologischen Trick dazu verdammt, ständig um die Weibchen kämpfen zu müssen. Diese wiederum stellen damit sicher, dass meistens eines der stärksten Männchen zum Zuge kommt und zum Vater ihrer Kinder wird.

Das berichten Forscher um Akiko Matsumoto-Oda von der Universität Okinawa im Journal „Behavioral Ecology and Sociobiology“ (Bd. 61, S. 661). Die Wissenschaftler hatten für ihre neun Jahre dauernde Untersuchung Schimpansen (Pan troglodytes schweinfurthii) im Mahale Mountains National Park in Tansania beobachtet.

Demnach werden die Weibchen einer Gruppe nicht alle zur gleichen Zeit fruchtbar. Das hat einen verstärkten Wettbewerb unter den Männchen um das eine empfangsbereite oder die wenigen zur gleichen Zeit fruchtbaren Weibchen zur Folge. Damit ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich nur die hochrangigen Männchen mit den wünschenswerten sozialen und körperlichen Merkmalen mit den fruchtbaren Weibchen paaren, berichten die Wissenschaftler. Zu schwachen, zu alten oder zu jungen Männchen bleibt der Erfolg auf diese Weise versagt.

„Unsere Resultate haben gezeigt, dass die weiblichen Schimpansen in Mahale ihren Zyklus nicht miteinander synchronisieren“, erklären die Forscher. Bei Frauen hingegen wurde von Medizinern nachgewiesen, dass sie ihren Zyklus unbewusst synchronisieren, wenn sie zum Beispiel gemeinsam in einem Büro arbeiten - vorausgesetzt, sie nehmen die Pille nicht.

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