Wissenschaft
Was von den Quallen übrig blieb

Fossilien von Quallen sind ausgesprochen selten: Den Tieren fehlt es schlicht an harten Skelettteilen, die Abdrücke hinterlassen. Umso bemerkenswerter ist der Fund, den US-Forscher jetzt vorgestellt haben: Sie fanden die bislang ältesten Überreste der Nesseltiere.

dpa SAN FRANCISCO. US-Forscher haben die mit 500 Mill. Jahren bislang ältesten Quallen-Fossilien entdeckt. In Felsen im US- Staat Utah fanden sie gleich mehrere Exemplare, die sie zu vier Quallentypen zusammenfassten, und beschreiben diese im Online-Journal „Plos ONE“ vom Mittwoch.

An den Fossilien seien Details der Schirme und Tentakel zu sehen, die denen heutiger Arten gleichen, berichtet das Team um Paulyn Cartwright von der Universität von Kansas in Lawrence.

Genaue Artennamen konnten die Forscher den nur wenige Millimeter breiten Quallenfossilien jedoch nicht zuordnen. Die Versteinerungen sind etwa 200 Mill. Jahre älter als die bislang ältesten bekannten Überreste dieser Nesseltiere.

Forscher nehmen an, dass Quallen schon vor 600 bis 700 Mill. Jahren im Ozean schwammen. Sie entwickelten sich in einem Meer, das noch gänzlich ohne Fische war. Ihr wasserhaltiger Körper, der frei von harten Skelettteilen ist, wandelt sich jedoch nur selten und unter besonderen Bedingungen in ein Fossil um.

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