Wissenschaft
Wegbereiter des Kernspin-Tomographen gestorben

Einer der Wegbereiter der Kernspintomographie, der amerikanische Nobelpreisträger Paul C. Lauterbur, ist mit 77 Jahren gestorben.

dpa NEW YORK. Einer der Wegbereiter der Kernspintomographie, der amerikanische Nobelpreisträger Paul C. Lauterbur, ist mit 77 Jahren gestorben.

Der Chemiker erlag der „New York Times“ zufolge am Dienstag in seiner Heimatstadt Urbana im US-Bundesstaat Illinois einem Nierenversagen. Lauterbur hatte 2003 gemeinsam mit dem Briten Peter Mansfield den Medizin-Nobelpreis für seine Erkenntnisse über die auch Magnetresonanztomographie genannte Technik erhalten.

Mit dem Verfahren lassen sich feinste Veränderungen im Gewebe erkennen. Es hat die medizinische Diagnostik revolutioniert, weil es ohne Operation einen genauen Blick in den Körper erlaubt. Anders als das Röntgen ist die Kernspintomographie zudem nicht mit einer Strahlenbelastung verbunden.

Richard Herman, der Kanzler der Universität von Illinois, an der Lauterbur 22 Jahre gearbeitet hatte, erklärte: „Pauls Einfluss ist überall auf der Welt jeden Tag zu spüren - jedes Mal, wenn die Magnetresonanztomographie das Leben einer Tochter oder eines Sohnes, einer Mutter oder eines Vaters rettet.“

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