Wissenschaft: Weizen mit mehr Ballaststoffen gentechnisch gezüchtet

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Weizen mit mehr Ballaststoffen gentechnisch gezüchtet

Ein gentechnisch veränderter Weizen mit weniger verdaulicher Stärke und mehr Ballaststoffen soll künftig gleich mehrere Gesundheitsrisiken bekämpfen helfen.

dpa WASHINGTON/NEW YORK. Ein gentechnisch veränderter Weizen mit weniger verdaulicher Stärke und mehr Ballaststoffen soll künftig gleich mehrere Gesundheitsrisiken bekämpfen helfen. Eine ballaststoffreiche Ernährung ist gut für das Herz, mindert die Gefahr von Diabetes und kann Darmkrebs vorbeugen, wie aus zahlreichen Studien bekannt ist.

Ein australisch-britisches Forscherteam stellt die neue Getreidesorte in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („Pnas“; DOI: 10.1 073/pnas.0 510 737 103) vor.

Das Team um Matthew Morell von der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (Csiro) in Canberra veränderte bei dem Weizen zwei Gene. Sbeiia und Sbeiib regulieren die Synthese von Stärke aus Amylopektin und Amylose. Das gut verdauliche Amylopektin ist gewöhnlich der Hauptbestandteil von Stärke. Dagegen besteht die Stärke in dem gentechnisch veränderten Weizen überwiegend aus Amylose.

Diese Art Stärke ist nur schwer oder gar nicht verdaulich, erläutert das Team. Dadurch schlägt sie sich nicht im Blutzucker nieder. Gleichzeitig wirken sich die Ballaststoffe positiv auf die Verdauung aus. Bei Versuchstieren, die ausschließlich mit der neuen Weizenart gefüttert wurden, fanden die Forscher mehrere Anzeichen für ein gesünderes Verdauungssystem, unter anderem einen feuchteren Stuhl mit niedrigerem pH-Wert sowie einen höheren Anteil bestimmter Fettsäuren (Short Chain Fatty Acids - Scfa). Sie lassen auf eine intakte Darmflora schließen und auf ein geringeres Risiko für bösartige Darm- und Rektaltumore.

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