Wissenschaft
Wolken verhindern freie Sicht auf Mondfinsternis

Wolken haben in den meisten Teilen Deutschlands den Blick auf die totale Mondfinsternis am Donnerstagmorgen verstellt.

dpa HAMBURG. Wolken haben in den meisten Teilen Deutschlands den Blick auf die totale Mondfinsternis am Donnerstagmorgen verstellt.

Nur in einem schmalen Streifen vom Rhein-Main-Gebiet über das südliche Niedersachsen bis nach Mecklenburg-Vorpommern hatten manche Beobachter eine Chance, den rötlich schimmernden „Blutmond“ durch Wolkenlücken zu erspähen. „Insgesamt war die Sicht leider sehr dürftig, weil wir einige atlantische Tiefausläufer über Kontinentaleuropa hatten“, berichtete ein Sprecher des Wetterdienstes Meteomedia.

Beobachter in Südafrika, Israel, den USA, aber auch im nördlichen Italien, in Spanien, in Russland und in Teilen des Balkans hatten mehr Glück als diejenigen in Deutschland. So leuchtete in Moskau über dem roten Stern auf dem Kreml der verfinsterte, rote Mond. Die rote Farbe des verdunkelten Mondes geht auf langwelliges, rotes Sonnenlicht zurück, das von der Erdatmosphäre in den Schattenbereich abgelenkt wird, den der Mond während einer Finsternis durchwandert.

Die nächste Beobachtungschance für eine totale Mondfinsternis gibt es in Deutschland erst wieder am 15. Juni 2011 - allerdings geht der Erdtrabant dann schon verfinstert auf. Zwar ereignet sich bereits am 21. Dezember 2010 die nächste totale Mondfinsternis, in Deutschland geht der Mond dann aber bereits unter, wenn er gerade erst in den Erdschatten eingetaucht ist. In voller Länge ist das kosmische Schattenspiel erst wieder in den frühen Morgenstunden des 28. September 2015 zu sehen.

Einen kleinen Vorgeschmack gibt es aber schon in diesem Sommer: In den Abendstunden des 16. August 2008 kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis, die in voller Länge von Deutschland aus sichtbar ist. An diesem Sommersamstag taucht der Mond immerhin zu 81 Prozent in den Kernschatten der Erde ein. Eine partielle Mondfinsternis ist allerdings längst nicht so eindrucksvoll wie eine totale: Taucht der Mond nicht zu mindestens 70 Prozent seines Durchmessers in den Kernschatten der Erde ein, bleibt die Finsternis von den meisten Menschen völlig unbemerkt.

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