Wissenschaft
Wollforscher suchen hässlichste Schafe

Zur Verbesserung der Wollqualität suchen australische Forscher die hässlichsten Merino-Schafe des Kontinents.

dpa ADELAIDE. Zur Verbesserung der Wollqualität suchen australische Forscher die hässlichsten Merino-Schafe des Kontinents. Von einer Erbgutanalyse bei „Extremschafen“ mit besonders klumpigem, krausem oder ungleichmäßigem Fell erhoffen sich die Wissenschaftler neue Einsichten in die genetischen Grundlagen der Wollqualität.

„Wenn mit den Genen etwas richtig schief geht, ist das paradoxerweise der beste Hinweis darauf, welche Gene die Dinge besonders gut richten können“, erläuterte Prof. Phil Hynd von der Universität Adelaide.

Die fehlerhaften Gene bei Schafen mit unbrauchbarer Wolle würden im Erbgut auffallen wie eine Flagge, sagte der Forscher. Mit Hilfe derartig aufgespürten Erbanlagen ließe sich die Zucht entscheidend voranbringen. „Dank der neuesten Gentechnik werden uns die hässlichen Schafe zu Quantensprüngen in der Qualität der australischen Merino-Wolle verhelfen, um sie elastischer, weniger kratzig, glänzender, leichter zu spinnen und konkurrenzfähiger zu Kunstfasern zu machen“, sagte Hynd.

Die milliardenschwere australische Wollindustrie muss sich auf dem Weltmarkt gegen die dominierenden Kunstfasern behaupten.

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