Forschung + Innovation
Wissenschafter warnen vor Aus für „Grüne Gentechnik“

Berlin (dpa)- Die Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften hat davor gewarnt, durch die geplante Änderung des Gentechnik-Gesetzes Deutschland den Anschluss an die Weltspitze zu verbauen.

Berlin (dpa)- Die Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften hat davor gewarnt, durch die geplante Änderung des Gentechnik-Gesetzes Deutschland den Anschluss an die Weltspitze zu verbauen.

„Die in diesem Rahmen vorgesehenen Auflagen für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen würden faktisch das Ende von Forschung und Entwicklung im Bereich der Grünen Gentechnik bedeuten“, warnte Unions-Präsident Prof. Gerhard Gottschalk am Donnerstag in Berlin. Dort legte die Dachorganisation sieben deutscher Wissenschaftsakademien ein Memorandum zur Sicherheit so genannter Grüner Gentechnik vor.

Darin haben Unions-Forscher im Auftrag ihres Weltverbundes alle aktuellen Studien zu möglichen Risiken durch den Verzehr gentechnisch veränderter Lebensmittel zusammengetragen. Den Forschern zufolge geht demnach keinerlei wissenschaftlich belegbare Gefahr von diesen Lebensmitteln und ihrer veränderten DNA aus. Im Gegenteil, hieß es: Viele Allergien könnten durch die Ausschaltung von Allergenen sogar vermieden werden. Durch strenge Auflagen und stetige Überwachung seien derartige Lebensmittel oft sogar weniger mit Giften belastet als konventionell angebaute.

Vorurteile über die Risiken gentechnisch veränderter Produkte seien gerade mit Blick auf die künftige Welternährung bei wachsender Bevölkerungszahl nicht haltbar, hieß es. Auch sei der Wegzug vieler in der Pflanzenzüchtung tätiger Unternehmen und Forscher zu befürchten, warnte Gottschalk. In Deutschland werden in diesem Sektor den Angaben zufolge gut elf Mrd. € umgesetzt, 25 000 Mitarbeiter sind beschäftigt.

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