Wo Sterne entstehen
Hubble blickt auf ein Schmuckstück im All

Das Weltraumteleskop Hubble hat einen fernen Sternennebel ins Visier genommen, in dem neue Sonnen entstehen. Der Preis für die stellare Geburt ist allerdings hoch: Für jede neue Sternengeneration muss es zunächst zu einer kosmischen Katastrophe kommen.

HB DÜSSELDORF. Er gilt als Schmuckschatulle im Universum - der Gasnebel NGC 3603 mit seinen wie Juwelen leuchtenden Sternen. Jetzt hat das Weltraumteleskop "Hubble" einen Blick in den 20.000 Lichtjahre entfernten Nebel geworfen und dabei eine auffällige Fülle von hellen, jungen Sonnen enthüllt.

Die Aufnahme zeigt tausende hell leuchtende Sonnen, einige davon mit mehr als 100 Sonnenmassen. Solche Sterngiganten verbrauchen ihren Kernbrennstoff sehr schnell: Schon nach wenigen Millionen Jahren verglühen sie in gewaltigen Explosionen, so genannten Supernovae. Zum Vergleich: Unsere Sonne befindet sich derzeit in der Mitte ihres etwa zehn Milliarden Jahre währenden Daseins.

Die extrem energiereichen Supernovae wirbeln die Gasmassen in NGC 3603 immer wieder durcheinander. Wo sich solche Gaswolken verdichten, bilden sich die Keimzellen neuer Sterne. So bringt jeder Sternentod eine neue Generation von Sonnen hervor. Astronomen schätzen, dass NGC 3603 noch Gas für etwa 400000 Sternen von der Größe unserer Sonne hat. Damit gilt der Nebel im Sternbild Schiffskiel (Carina) als eines der wichtigsten stellaren Kreißsäle in unserer kosmischen Nachbarschaft.

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