Forschung + Innovation
Würfel-Roboter pflanzt sich fort

Ein neuer Roboter aus vier scheinbar einfachen Würfeln baut sich selber binnen zweieinhalb Minuten nach. Diese Erfindung zeige, dass die Reproduktion nicht der Biologie allein vorbehalten sei, schreiben die Konstrukteure im britischen Wissenschaftsmagazin „Nature“ (Bd. 435, S.

dpa LONDON/ITHACA. Ein neuer Roboter aus vier scheinbar einfachen Würfeln baut sich selber binnen zweieinhalb Minuten nach. Diese Erfindung zeige, dass die Reproduktion nicht der Biologie allein vorbehalten sei, schreiben die Konstrukteure im britischen Wissenschaftsmagazin „Nature“ (Bd. 435, S. 163) von diesem Donnerstag.

Die Fähigkeit zur Reproduktion könne für Roboter im Weltall oder in anderen gefährlichen Umgebungen nützlich sein, meinen die Wissenschaftler um Hod Lipson von der Cornell-Universität in Ithaca (US-Staat New York). Wartung oder Reparatur durch Menschen seien an solchen Orten meist nur schwer oder gar nicht möglich.

Die Würfel, aus denen die Roboter bestehen, sind zehn Zentimeter hoch und werden von Elektromagneten zusammengehalten. Um sich „fortzupflanzen“ holt sich die Maschine weitere Würfel von einer Nachschubstelle und fügt sie zusammen, bis eine identischen Kopie entstanden ist. Die Steuerung der Elektromagneten entscheidet dabei selbstständig, wann Verbindungen zwischen den einzelnen Würfeln gehalten und gelöst werden müssen. Der neue Roboter kann sich dann ebenfalls selbst nachbauen, was die Forscher als wichtiges Merkmal einer echten Reproduktion unterstreichen.

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