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Zahl der Neuansteckungen mit Marburg-Fieber in Angola sinkt

Beim Ausbruch des Marburg-Fiebers in Angola geht die Zahl neuer Fälle nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen zurück.

dpa GENF. Beim Ausbruch des Marburg-Fiebers in Angola geht die Zahl neuer Fälle nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen zurück. Nach jüngsten Daten aus Angola seien nun insgesamt 401 Fälle registriert, von denen 335 tödlich verlaufen seien, sagte WHO-Sprecher Dick Thompson in Genf auf Anfrage.

Die WHO ist mittlerweile zuversichtlich, die Krankheit unter Kontrolle zu bekommen. „Es gibt keine wirkliche Definition, was "unter Kontrolle" heißt“, sagte Thompson. Doch das Virus sei offensichtlich auf die angolanische Provinz Uige beschränkt.

Das Marburg-Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Gegen die Ebola-ähnliche Krankheit gibt es weder eine Impfung noch Medikamente. Isolierung der Patienten und der Schutz vor Übertragung sind momentan die einzigen Möglichkeiten, den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. „Wir haben eine maximale Inkubationszeit von 21 Tagen, brauchen also 42 Tage ohne neue Fälle, um sagen zu können, es ist unter Kontrolle“, sagte Thompson. Davon sei man aber noch weit entfernt.

Der Ausbruch in Angola währt bereits seit Oktober 2004 und ist der größte seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1967. Damals war der Erreger in Marburg, Frankfurt und Belgrad bei Labormitarbeitern identifiziert worden, die sich bei infizierten Affen aus Uganda angesteckt hatten.

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