Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten
Neue Märkte für die Bildverarbeitung

Die Anwendungsmöglichkeiten der Bildverarbeitung sind vielfältig. Entsprechende Systeme kommen nun auch außerhalb der Industrie zum Einsatz. Zum Beispiel in Supermärkten oder Kliniken.

DÜSSELDORF Am Stand D16 in der Halle 16 der Hannover Messe können sich Besucher Mitbringsel in Scheibchen schneiden lassen. Nicht wirklich zwar - doch immerhin auf dem Bildschirm. An dem Stand präsentiert die Firma Viscom aus Hannover ihr Röntgen-Inspektionssystem X8011. Die schrankgroße Anlage kann Prüfobjekte aus den unterschiedlichsten Materialien scheibchenweise röntgen, so dass Anwender in deren Inneres sehen können - eine Computertomographie für Gegenstände.

Mit dem Röntgensystem überprüfen Viscom-Kunden etwa automatisch verlötete Computerchips auf verdeckte Fehler. "Auf der Messe wollen wir anschaulich demonstrieren, wie so etwas funktioniert", sagt Viscom-Vorstand Volker Pape. Er bietet seinen Besuchern deshalb an, direkt am Stand Computertomographien von kleineren mitgebrachten Gegenständen anzufertigen.

Papes Unternehmen, das im vergangenen Jahr rund 51 Millionen Euro umsetzte und 280 Mitarbeiter beschäftigt, gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Bildverarbeitungssystemen zum automatischen Prüfen von Leiterplatten. Der Mittelständler ist einer der Aussteller auf der diesjährigen Hannover Messe, die Systeme, Komponenten und Software für die industrielle Bildverarbeitung produzieren. Die Bildverarbeiter präsentieren sich als Teil der Factory Automation, der "Internationalen Leitmesse der Fertigungsautomation".

Thomas Rilke, Projektleiter Automation bei der Hannover Messe, hofft beim Thema Bildverarbeitung auf reges Interesse. "Schließlich kann man nur dann umfassend und flexibel automatisieren, wenn man die Maschinen sozusagen mit Sinnesorganen ausstattet", erklärt er. Die Inspektionssysteme kontrollieren Werkstücke mit Hilfe von Kameras, Infrarot- oder Röntgensensoren. Die aufgenommenen Bilder werden von Computerprogrammen automatisch ausgewertet. Mit den Daten lassen sich Materialfluss und Maschinen steuern. Vor allem aber können automatische Bildverarbeitungssysteme die Qualität von Produkten schneller und genauer kontrollieren als Menschen. "Damit ist Bildverarbeitung eine Schlüsseltechnologie bei der Automation", sagt Rilke.

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