Zahlreiche Studien belegen: Bahnbrechende Innovationen kommen aus dem Mittelstand
Mit Kreativität und Strategie zum Erfolg

Nikolaus Franke gibt sich überzeugt: „Bahnbrechende Innovationen kommen vor allem aus dem Mittelstand“, sagt der Innovationsforscher der Wirtschaftsuniversität in Wien. Kleine Firmen seien im Wettbewerb mit den Großen gezwungen, ihre Chance durch Erfindergeist, Kreativität und Engagement zu nutzen. „Konzerne konzentrieren sich eher auf Produktentwicklungen, die ins Portfolio passen“, sagt Franke.

DÜSSELDORF. Bestätigung für seine Theorie konnte Franke auch auf der Hannover Messe finden, die gestern auf ihrer Eröffnungsveranstaltung erstmals einen Innovationspreis verlieh. Unter den mehr als 100 Bewerbern um den „Hermes Award“ fanden sich nur wenige wirklich große Namen. Dafür aber etliche Mittelständler, die mit hervorragenden Lösungen den Weltmarkt bedienen. Bescheiden aus der Nische heraus.

Für fünf von ihnen wurde es gestern bei der Preisverleihung besonders spannend: Sie standen als Kandidaten für den „Hermes Award“ im ungewohnten Rampenlicht. „Die Entscheidung war knapp, alle fünf hätten den Preis gewinnen können“, sagt Jurymitglied Peter Krause vom Bundesforschungsministerium.

Am Ende hatte eStop aus Grafrath bei München die Nase vorn. Geschäftsführer Bernd Gombert nahm den mit 100 000 Euro dotierten Technologiepreis von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn entgegen. Prämiert wurde eine pfiffige Keilbremse, die zur automobilen Bremsentechnologie der Zukunft werden könnte. Die Chancen für einen Markterfolg von eStop stehen nicht schlecht, war sich die Jury einig.

Das ist stets der Knackpunkt: Wie werden Ideen zu Innovationen? Wie gelingt es, marktreife Produkte oder Dienstleistungen daraus zu generieren? Wirtschaftsforscher und Unternehmensberater haben in zahllosen Untersuchungen theoretisch und praktisch den Innovationsprozess unter die Lupe genommen und die ausschlaggebenden Erfolgsfaktoren identifiziert. Dazu zählt ein ganzes Bündel von Maßnahmen – von der Gestaltung und Organisation des Innovationsprozesses über eine klare Innovationsstrategie, die Bereitstellung ausreichender Ressourcen und die Unterstützung des Top-Managements bis hin zu einer Unternehmenskultur, die auf Innovationen ausgerichtet ist.

„Es reicht nicht aus, einen hinreichend großen Etat für Forschung und Entwicklung zur Verfügung zu stellen“, verdeutlicht Kai Engel, Mitglied der erweiterten Geschäftsführung bei A.T. Kearney. „Innovation ist in erster Linie eine Managementaufgabe und muss auf allen Ebenen der Organisation als fester Bestandteil der Unternehmenskultur implementiert werden und im Mittelpunkt der Unternehmens-Strategie stehen.“

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