Zellen können zur Therapie von Nervenerkrankungen eingesetzt werden
Stammzellen wandeln sich zu Blutzellen

Stammzellen aus dem Knochenmark oder Gehirn - so genannte adulte Stammzellen - können sich zu Zellen eines anderen Gewebes wandeln. Ein entsprechender Nachweis ist jetzt deutschen Wissenschaftlern gelungen. Bisher war es umstritten, ob sich adulte Stammzellen zu Zellen eines anderen Gewebes umwandeln können.

HB hsn DÜSSELDORF.Die Debatte betrifft die Frage, ob beispielsweise Stammzellen aus dem Knochenmark gewebefremde Zelltypen, wie Leber-, Muskel- oder Hirnzellen bilden können.

Wie die Forscher aus Aachen, Würzburg und Heidelberg in dem englischsprachigen Fachmagazin „The EMBO Journal“ berichten, ist es ihnen erstmals gelungen, mit speziellen Substanzen die Chromatinstruktur von neuralen Stammzellen aus dem Gehirn so zu beeinflussen, dass sich aus ihnen Blutzellen entwickeln. In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob sich auch Knochenmarkstammzellen – die leicht zugänglich sind und heute schon routinemäßig zur Transplantation eingesetzt werden, zu anderen Zelltypen, wie etwa Nervenzellen – umprogrammieren lassen. Solche Zellen könnten dann zur Therapie von Nervenerkrankungen eingesetzt werden.

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