ZEW-Studie Roboter im Cyberspace

Der Einsatz von Robotern vor allem in der Produktion ist inzwischen Standard. Im Bereich Service herrscht jedoch noch große Zurückhaltung – selbst in der Informationswirtschaft, wie eine Umfrage zeigt.
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Die Maschinen, die in der Informationswirtschaft etwa Programmierer unterstützen könnten, sehen nicht so aus wie der humanoide Roboter. Quelle: dpa
Roboter „Pepper“

Die Maschinen, die in der Informationswirtschaft etwa Programmierer unterstützen könnten, sehen nicht so aus wie der humanoide Roboter.

(Foto: dpa)

BerlinWenn über Roboter gesprochen wird, geht es meist entweder um die Automatisierung der Industrieproduktion oder um die Erleichterung der Pflege. Der humanoide Roboter Pepper dürfte mittlerweile jedem bekannt sein.

Dabei können auch in der Informationswirtschaft Roboter zum Beispiel Programmierer unterstützen – sie sehen dann nicht aus wie Pepper oder R2D2 aus der Filmreihe „Star Wars“, sondern sind intelligente Programme. Allerdings ist die eigentlich sehr technikaffine Informationswirtschaft noch sehr zurückhaltend mit dem Einsatz dieser Roboter, wie eine repräsentative Unternehmensumfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim zeigt, die dem Handelsblatt exklusiv vorab vorliegt.

Demnach werden in der Informationswirtschaft Serviceroboter bisher nur von knapp zwei Prozent der Unternehmen eingesetzt. Nur fünf Prozent planen den neuen Einsatz oder eine Ausweitung des Einsatzes in den kommenden fünf Jahren. Zur Informationswirtschaft werden die IT- und Kommunikationsbranche, Medien sowie wissensintensive Dienstleister gezählt.

„Im Vergleich zu Industrierobotern, deren Verkaufszahlen seit 2010 stark zugenommen haben, herrscht beim Einsatz von Servicerobotern noch Zurückhaltung“, schreiben die Forscher Irene Bertschek und Martin Przewloka. Das Gros der Serviceroboter komme bislang im privaten Bereich zum Einsatz, wo diese beispielsweise als Saug- oder Mähroboter einfache Tätigkeiten verrichten.

50 Prozent der Unternehmen der Informationswirtschaft, die Serviceroboter einsetzen, wollen damit vor allem ihre Effizienz, Produktivität und Flexibilität steigern. 44 Prozent zielten darauf ab, menschliche Arbeit zu erleichtern oder aufzuwerten. Weniger als ein Drittel der befragten Unternehmen will mit den Robotern menschliche Arbeitskraft ersetzen.

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