Forschung + Innovation
Züchter können Pinscher in Wunschfarben anbieten

Hundezüchter können sich jetzt einen Traum erfüllen. Mit Hilfe eines 80 Euro teuren Gentests können sie bei Rüden und Hündinnen herausfinden lassen, welche Farbanlagen die Tiere haben und weiter vererben.

dpa HANNOVER. Hundezüchter können sich jetzt einen Traum erfüllen. Mit Hilfe eines 80 Euro teuren Gentests können sie bei Rüden und Hündinnen herausfinden lassen, welche Farbanlagen die Tiere haben und weiter vererben.

Prof. Tosso Leeb von der Tierärztlichen Hochschule (Tiho) in Hannover hat nach eigenen Angaben vom Dienstag einen solchen Test für Pinscher entwickelt. Am Tierärztlichen Institut der Universität Göttingen werden die für die Untersuchung erforderlichen Blutproben oder Haarbüschel angenommen.

Wer sich einen Pinscher kauft, verbindet damit oft ganz bestimmte Farbvorstellungen. In Deutschland müssen die Tiere nach Leebs Angaben ein schwarz-rotes oder braun-rotes glänzendes Fell haben. In Großbritannien und den USA seien auch Pinscher mit grauem oder sandfarbenem Fell willkommen. Allerdings gehe es nicht nur um die Optik, schränkte Leeb ein. Pinscher mit einem blau oder isabellfarben genannten Fell litten häufiger unter Haarausfall oder Hautkrankheiten als die mit schwarz-rotem oder braun-rotem Haarkleid. So würden auch nur noch Pinscher mit diesen Fellfarben für die Zucht registriert.

Wenn ein Züchter vor der Paarung seiner Hunde einen Gentest machen lässt, kann er gezielt nur die gewünschten Fellfarben züchten. Für Züchter durchaus lukrativ. Jeder dritte Pinscher, so fanden Leeb und seine Kollegin Ute Phillip heraus, trägt die Anlage für eine so genannte Fehlfarbe in sich. Einen Welpen in dieser Farbe kann er nach Leebs Angaben aber nur für etwa 50 Euro verkaufen. Für einen Pinscher mit schwarz-rotem oder braun-rotem Fell erhalte der Züchter zwischen 800 und 1 000 Euro. Manche Welpen mit falscher Fellfarbe werden aber auch gar nicht verkauft: „Sie verschwinden“, sagte Prof. Leeb.

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