Forschung + Innovation
Zur Wiederansiedelung vorgesehene Störe in Quarantäne

Elf Störe aus Kanada, die wieder in der Ostsee angesiedelt werden sollen, sind auf der Halbinsel Darß angekommen. Die Spezialkisten mit den Fischen waren am Mittwoch auf dem Flughafen Frankfurt am Main gelandet und von dort zur Landesforschungsanstalt für Fischerei in Born (Darß) gebracht worden.

dpa BORN. Elf Störe aus Kanada, die wieder in der Ostsee angesiedelt werden sollen, sind auf der Halbinsel Darß angekommen. Die Spezialkisten mit den Fischen waren am Mittwoch auf dem Flughafen Frankfurt am Main gelandet und von dort zur Landesforschungsanstalt für Fischerei in Born (Darß) gebracht worden.

Dort sollen sie zunächst bleiben und sich vermehren. Die Nachkommen werden dann im kommenden Jahr in der Oder und ihren polnischen Zuflüssen ausgesetzt. Von dort sollen sie in die Ostsee wandern, wo die Art seit Jahrzehnten ausgestorben ist.

Insgesamt sollen in Born 20 Tiere der nordamerikanischen Atlantischen Störe (Acipenser oxyrinchus) gehalten werden. Diese Art ist näher mit dem verschwundenen Ostseestör verwandt als seine Verwandten in der Nordsee. In Europa ist der Stör nur noch im Fluss Gironde in Frankreich heimisch.

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) sprach von der Rückkehr eines „lebenden Fossils“: „Mit der Ansiedlung dieses Störes füllen wir keine Nische, sondern geben einer historischen Art die Chance, wieder heimisch zu werden.“ Er hoffe, dass der Fisch auf lange Sicht, wie der Lachs oder die Meerforelle, wieder als Wirtschaftsfischart in der Ostsee genutzt werden könne.

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