Zusammenprall mit Kometen steht an
„Deep Impact“ sendet erste Bilder

Zwei Wochen vor dem geplanten Frontalzusammenstoß im Weltall hat die Nasa-Sonde „Deep Impact“ erste Bilder von ihrem Ziel, dem Kometen Tempel 1, zur Erde gefunkt.

HB WASHINGTON. Der aus einer Entfernung von rund 33 Mill. Kilometer aufgenommene Komet habe einen Kern von rund 14 mal fünf Kilometern und sei von riesigen Wolken aus Staub und Gas umgeben, teilte die Universität von Maryland am Dienstag in College Park mit. Anhand der gemessenen Rotation könne außerdem bereits herausgefunden werden, an welcher Stelle der Komet bei dem Zusammenstoß getroffen werde.

Ein etwa kühlschrankgroßes und kupfernes Projektil der Nasa-Sonde „Deep Impact“ soll zum Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli in der Oberfläche von Tempel 1 einschlagen. Wissenschaftler rechnen damit, dass von dem 327 Kilo schweren Geschoss ein Krater bis zur Größe eines Fußballstadions und von der Tiefe eines 14-geschossigen Hauses in die Oberfläche gerissen wird. Tempel 1 und „Deep Impact“ rasen nach Nasa-Angaben mit einer Geschwindigkeit von rund 37 000 Stundenkilometer aufeinander zu. Durch den Aufschlag wird der Komet so erhellt, dass er auch von der Erde mit einem Fernglas zu sehen sein wird.

Die Nasa erhofft sich von der Mission erstmals einen Blick in das Innere eines Kometen. Außerdem wird bei dem Aufschlag Urmaterial aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems freigesetzt.

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