Zutaten sollen auf fernen Planeten angebaut werden
Spitzenköche kreieren Menüs für Marsfahrer

Französische Spitzenköche machen sich schon jetzt Gedanken über schmackhafte Weltraumkost für Forschungsreisende zum Mars und zu anderen Planeten. Zwei Kochfirmen, darunter ADF des Starkochs Alain Ducasse, kreierten elf Gerichte für die möglichen Langzeitflüge europäischer Astronauten, teilte die Europäische Weltraumorganisation Esa mit.

dpa PARIS. Die Herausforderung für die Küchenchefs war riesig, weil die Esa ihnen genaue Vorschriften für die Rezepte machen musste. Das Essen auf den langen Aufenthalten im Weltall darf nur aus neun Hauptzutaten bestehen, die alle in Gewächshäusern künftiger Kolonien etwa auf dem Roten Planeten Mars aufgezogen werden könnten.

„Wir streben zu Beginn an, 40 Prozent der Astronautennahrung für Expeditionen etwa zum Mars vor Ort herzustellen“, erklärt Christophe Lasseur, Esa-Koordinator für biologische Lebenserhaltung. „Wenn eine ausreichende Menge an Pflanzen für diese 40 Prozent angebaut wird, erhält man sozusagen als kostenloses Nebenprodukt noch die zum Leben notwendigen Mengen an Sauerstoff und Wasser.“ Derzeit nehmen Raumfahrer ihre Nahrung von der Erde mit, doch das wird bei Langzeitflügen unmöglich sein.

Von der Esa begonnene Forschungen müssen jetzt noch zeigen, was genau auf dem Mars angebaut werden könnte. Dafür bleibt genügend Zeit. Bis zum ersten Mars-Flug dürften noch mindestens zwei Jahrzehnte vergehen.

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