Zwangspause für "Spirit": Mars-Erkundungstour verzögert sich

Zwangspause für "Spirit"
Mars-Erkundungstour verzögert sich

Die erste Erkundungstour des Roboters „Spirit“ auf dem roten Marsboden verzögert sich. Der kleine sechsrädrige Rover sitzt auf dem Landefahrzeug fest, weil Teile von Airbags die Abfahrtrampe versperren, wie die Nasa-Bodenzentrale in Pasadena (Kalifornien) mitteilte.

HB WASHINGTON/PASADENA. Statt am kommenden Montag soll „Spirit“ nun frühestens am Mittwoch losrollen und mit seiner Suche nach Spuren von Leben beginnen. „Wir sind wirklich scharf darauf, unseren Kleinen auf den Weg zu schicken“, sagte Nasa-Ingenieur Art Thompson am Mittwoch (Ortszeit). „Wir können es kaum abwarten.“ Es ist die erste Panne seit der Landung von „Spirit“ am vergangenen Sonntag (MEZ).

Die Luftkissen hatten sich bei der Ankunft der Sonde planmäßig entfaltet, um den Aufprall abzumildern. 25 Mal war sie dank der Airbags in die Höhe gehüpft, um dann sanft aufzusetzen. Dabei schoben sich Teile der Kissen über Hauptrampe, und die Nasa will nun versuchen, sie unter den Abfahrtweg zu stopfen. Gelingt das nicht, könnte der Rover zwei „Reserverampen“ benutzen, wie Experten erläuterten. Aber dazu müsste er eine „Pirouette“ drehen, ein kompliziertes Manöver, das die Nasa gerne vermeiden würde.

Auch wenn „Spirit“ noch nicht über den Boden rollen kann, so begeistert die Sonde weiterhin mit spektakulären Farbfotos vom Mars - den schärfsten, die es jemals vom Roten Planeten gegeben hat. Die Nasa sucht nun anhand der Bilder die Ziele aus, die der Rover ansteuern soll. Gelandet ist er im Gusev-Krater, nach ursprünglicher Vermutung der Nasa ein ausgetrockneter See und daher ein idealer Ort für die Suche nach Spuren von Mikroorganismen. Wie jetzt verlautet, ist man sich bei der Weltraumbehörde aber nach dem Studium der bisherigen von „Spirit“ gesendeten Bilder nicht mehr so sicher, dass es dort tatsächlich früher einmal Wasser gab.

Hätte sich die Nasa verschätzt, könnte das die wissenschaftliche Mission von „Spirit“ erschweren. Allerdings bleibt die Sonde auf dem Mars nicht allein: Am 25. Januar (MEZ) wird „Spirits“ Zwillingsbruder „Opportunity“ ebenfalls auf dem Roten Planeten erwartet. Das Mars- Projekt der Nasa kostet rund 820 Millionen Dollar (rund 644 Millionen Euro).

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