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Zwei Tote durch Creutzfeldt-Jakob-Krankheit in Merseburg

In Merseburg bei Halle sind innerhalb weniger Wochen zwei Menschen einer Siedlung an der seltenen Creutzfeldt-Jakob- Krankheit (CJK) gestorben. „Das ist aber kein Grund zur Panik“, sagte der Privatdozent am Universitätsklinikum in Halle-Kröllwitz, Marcus Dechauer.

dpa HALLE. In Merseburg bei Halle sind innerhalb weniger Wochen zwei Menschen einer Siedlung an der seltenen Creutzfeldt-Jakob- Krankheit (CJK) gestorben. „Das ist aber kein Grund zur Panik“, sagte der Privatdozent am Universitätsklinikum in Halle-Kröllwitz, Marcus Dechauer. „Dass die beiden Fälle nur 100 Meter Luftlinie auseinander lagen, ist Zufall.“    

Im Oktober 2004 starb im Merseburger Ortsteil Annemariental ein 65-jähriger Mann und im März 2005 eine 62-jährige Frau. Die Krankheit betrifft vor allem ältere Menschen und führt innerhalb weniger Monate zum Tod. „Wir wissen nicht, wie diese Krankheit übertragen wird, aber auf alle Fälle nicht von Mensch zu Mensch“, sagte Dechauer.

Laut dem Robert-Koch-Institut (Berlin) liegt die Häufigkeit von CJK bei einem Fall auf eine Million Einwohner. Im halleschen Klinikum sind es die ersten Fälle seit sechs Jahren.

„Die Krankheit hat nichts mit der neuen Variante der Creutzfeldt- Jakob-Krankheit (vcjk) zu tun, die durch den Verzehr von BSE- verseuchtem Rindfleisch ausgelöst wird“, sagte der Mediziner. In Deutschland ist bislang kein vcjk-Fall aufgetreten. In England, dem Land mit den meisten BSE-Fällen, sind bereits mehr als 100 Menschen an vcjk gestorben.

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