20 Millionen Kunden in den USA
T-Mobile steht zum US-Geschäft

Bei der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom brummt das Geschäft: Im laufenden Quartal habe das Unternehmen einen ungebrochenen Kundenzuspruch verzeichnet. 2007 will T-Mobile nun auch in den Staaten mit UMTS-Diensten starten.

HB DÜSSELDORF. Der Mutterkonzern Deutsche Telekom werde an seinem US-Engagement festhalten, unterstrich der Chef von T International, -Mobile Rene Obermann, am Mittwoch bei einem Vortrag vor der Amerikanischen Handelskammer (AmCham) in Düsseldorf. "Angesichts seines Erfolgs steht seine Bedeutung außer Frage", sagte Obermann. T USA-Mobile sei längst zum Wachstumsmotor im Telekom-Konzern geworden.

Der kleinste US-Mobilfunkanbieter zählt inzwischen mehr als 20 Mill. Kunden. Damit habe sich der Kundenstamm in den vergangenen zehn Quartalen verdoppelt, teilte T USA-Mobile mit. Ende des zweiten Quartals waren es noch 19,2 Mill. Kunden. Trotz des starken Wachstums liegt die Gesellschaft damit weit hinter den anderen drei Anbietern Cingular Wireless, Verizon Wireless und Sprint Nextel zurück.

"Wir wollen das Geschäft weiter betreiben, wir wollen investieren", sagte Obermann, ohne eine Investitionssumme zu nennen. "Wir dürfen vor den Investitionen, die auf uns zukommen, nicht zurückschrecken." Im kommenden Jahr stehen in den USA die Lizenz-Auktionen für den Mobilfunkstandard der dritten Generation, 3G, an. Zudem muss die Telekom ein eigenes UMTS-Netz aufbauen. Analysten schätzen die Investitionskosten auf bis zu zehn Mrd. Dollar.

Telekom-Chef Kai Ricke-Uwe war in der vergangenen Woche entschieden für ein Festhalten an T USA-Mobile eingetreten und hatte Spekulationen den Nährboden entzogen, der Konzern könne sich von der US-Tochter trennen. "Es gibt keinen Grund für einen Verkauf", hatte Ricke in einem Interview gesagt. "Im Gegenteil sind wir jetzt dabei, uns auf die nächste Runde vorzubereiten. Dazu gehört, dass wir uns im kommenden Jahr an der Ausschreibung für die neuen Spektren beteiligen werden."

"Ich bin sehr erleichtert über diese Worte", sagte Obermann. Ricke habe den Willen des Managements zum richtigen Zeitpunkt zum Ausdruck gebracht. T-Mobile habe genug Zeit, sich auf UMTS vorzubereiten. "Wir hoffen, dass wir 2007 3G-Services anbieten können", umriss Obermann den Zeitplan. Die Aufsichtsgremien von Telekom und T-Mobile müssen den Investitionen noch zustimmen. T-Mobile werde in den USA gleich mit der UMTS-Weiterentwicklung starten, die schnellere Übertragungsraten bis zu sieben Megabit pro Sekunde ermöglicht.

Für die bestehenden UMTS-Netze in Europa will T-Mobile zur Branchenmesse CeBIT 2006 den Startschuss für die schnellere Übertragungsgeschwindigkeit geben. In den nächsten zweieinhalb Jahren werde T-Mobile in Europa seine 3G-Standorte auf 30 000 Masten verdoppeln, kündigte Obermann an.

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