Am Anfang war das Schema
Werkzeuge für den XML-Alltag

Die „Erweiterbare Auszeichnungssprache“ (EXtensible Markup Language) – besser bekannt als XML – gehört zu den Pfeilern des digitalen Alltags. Egal ob Google oder Microsoft, von den USA bis China ermöglicht XML den Austausch strukturierter Daten. Der Software-Spezialist Altova hat jetzt neue Werkzeuge für den Umgang damit präsentiert.

HB FRANKFURT. Um den Internet-Standard XML zu nutzen, muss man ihn nicht kennen. Der Einblick in die Grundlagen der Sprache eröffnet aber eine Vielzahl von Möglichkeiten für den Umgang mit strukturierten Daten. Dazu kann man die Werkzeuge des österreichisch-amerikanischen Unternehmens Altova einsetzen, die jetzt für 2008 neu aufgelegt wurden.

Der XMLSpy 2008 unterstützt den kompletten Workflow mit XML. Dieser Fluss erstreckt sich von der Struktur eines Dokuments über ihren Inhalt bis hin zu verschiedenen Ausgabeformaten für Druck oder eine Online-Veröffentlichung.

Am Anfang war das Schema: Diese hierarchische Baumstruktur eines Dokuments wird auf der Arbeitsfläche des Programms visuell gestaltet, indem einem Wurzelelement eine Reihe von Unterelementen zugeordnet werden. Jedes Element ist ein Container für eine bestimmte Art von Inhalt. So wird unter anderem festgelegt, ob ein Element Text oder Zahlen oder weitere Elemente enthalten soll, ob es beliebig oft oder nur ein einziges Mal vorkommen darf. Klassisches Beispiel ist das Schema einer Adresse, das aus Elementen besteht wie Vorname, Nachname, Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort.

Im nächsten Schritt wird ein XML-Dokument auf der Grundlage eines solchen Schemas erstellt. Jetzt werden die festgelegten Elemente mit konkreten Inhalten gefüllt. Nur wenn Reihenfolge und Art des Inhalts den Vorgaben des Schemas entsprechen, handelt es sich um ein „gültiges XML-Dokument“. Der XML-Spy nimmt diese Überprüfung (“Validierung“) auf Knopfdruck vor und zeigt mit einem grünen Häkchen an, wenn alles korrekt ist. Andernfalls listet das Programm die Fehler in einem eigenen Fenster auf.

Nach so viel Struktur und Inhalt soll auch die Form zu ihrem Recht kommen: Für die Gestaltung eines Layouts zur Darstellung der nackten Daten wird ein Stylesheet entworfen, das einzelne Elemente als Überschrift heraushebt, andere farbig präsentiert oder in einem besonderen Schriftstil. Dazu können einfache CSS- oder XLS-Formatvorlagen in XMLSpy eingebunden werden.

Alternativ kann man das Schwesterprogramm StyleVision einsetzen, um Formatvorlagen neu zu entwerfen. Hier wird jedem Element oder einem Abschnitt mit mehreren Elementen ein bestimmter Stil zugewiesen. Über „Tabs“ (Karteireiter) lassen sich weitere Fenster öffnen, die zeigen, welche Auswirkungen die Änderungen haben. Die Ansicht des XML-Dokuments in einer HTML-Ansicht wird sofort dargestellt. Bei RTF (Rich Text Format) wird, sofern installiert, Microsoft Word zum Untermieter der Altova-Software: Die Word-Oberfläche fügt sich hier in das StyleVision-Fenster ein. Für die Anzeige als PDF wird ein zusätzliches Werkzeug benötigt, XSL-FO, das kostenlos aus dem Internet heruntergeladen wird und zusammen mit Java die Umwandlung in PDF ermöglicht.

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