Amazon Echo im Test
Alexa, lass' uns reden!

Amazons Assistentin Alexa hat Deutsch gelernt: Ähnlich wie Siri beantwortet sie Fragen und trägt Termine in den Kalender ein, jedoch nicht übers Smartphone, sondern einen Lautsprecher. Meist charmant, manchmal nervig.
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Düsseldorf„Was hängt im Urwald an den Bäumen? Urlaub.“

Seltsam, dass ihr Humor nach Otto Waalkes oder einem Witzebuch aus den 80er Jahren klingt. Eigentlich ist sie nämlich das, was viele als die Zukunft des vernetztes Zuhauses sehen. Alexa, die Erzählerin dieses mauen Witzes, ist eine digitale Assistentin, die Nutzer über den Lautsprecher Echo aufrufen können – ähnlich wie Siri auf dem iPhone.

Amazon hat mit dem Gerät in den USA einen Überraschungserfolg gefeiert und angeblich mehrere Millionen Exemplare verkauft. Die Faszination rührt nicht unbedingt vom Humor, sondern von den zahlreichen anderen Fähigkeiten.

Nun verkauft der Konzern das Modell auch in Deutschland. Zunächst nur in begrenzten Mengen – wohl auch, weil die Assistentin Alexa noch viel dazulernen muss. Die deutsche Sprachausgabe ist neu, der Online-Händler muss sich noch mit Dialekten oder anderen Widrigkeiten auseinandersetzen. Erste Erfahrungen zeigen: Alexa amüsiert und fasziniert, aber manchmal nervt sie auch.

Ordentlich abgestimmter Klang

Äußerlich ist Echo kaum von einer der vielen herkömmlichen Boxen zum Mitnehmen zu unterscheiden: Ein Zylinder, erhältlich in schwarz oder weiß, unten mit kleinen Löchern für die Lautsprecher, oben metallisch glatt. Mit diesem schlichten Design fügt sich das Gerät unauffällig ins Wohnzimmer oder in die Küche ein. 

Und Echo tut, was man von einer Box erwartet: Das Gerät füllt den Raum mit einem ordentlich abgestimmten Klang, aus dem Höhen wie Bässe gut herauszuhören sind. Ähnlich wie bei Konkurrenzprodukten lässt es sich per Bluetooth mit Musik oder Podcasts vom Smartphone oder Notebook bespielen und somit unabhängig von Amazon benutzen. Einen Klinkeneingang hat es nicht. 

Die Bedienelemente beschränken sich auf zwei Knöpfe, mit denen man die Spracheingabe startet oder die Mikrofone ein- und ausschaltet. Die Steuerung erfolgt schließlich über Sprache. Damit das Gerät sie versteht, enthält es sieben Mikrofone, die in alle Richtungen lauschen. Das funktioniert erstaunlich gut: Das System erkennt Eingaben auch dann an, wenn sie aus dem Nebenzimmer herüberschallen und nebenbei Musik läuft. Missverständnisse kommen vor, sind aber relativ selten. 

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