Apple iPhone
„Bitte nicht fallen lassen“

Bis zum Deutschland-Start des neuen Apple „iPhone3G“ müssen sich die meisten Nutzer noch gedulden. Doch im Internet werden die Funktionen des neuen Geräts schon heiß diskutiert - und seine Schwachstellen. Was die Web-Gemeinde vom neuen iPhone erwartet.

DÜSSELDORF. Das Echo der Apple-Fans auf die pompöse Präsentation des neuen iPhones fällt euphorisch bis besorgt aus: „Also ich werde mir jetzt auf jeden Fall eins holen“, schreibt ein Nutzer in den deutschsprachigen iPhone-Blog. Die UMTS-Anbindung - in Amerika als 3G bezeichnet - und der neue GPS-Navigationschip überzeugen scheinbar viele.

Doch es gibt auch kritische Töne. Ein potentieller Kunde ist enttäuscht und hält das neue Modell lediglich für ein Facelift der alten Version. Das iPhone3G biete keine Videotelefonie und die Kamera sei noch auf dem Stand des Vorgängers. Da kann Steve Jobs bei der Präsentation noch so oft flöten, wie „fantastic“ die neueste Errungenschaft seines Hauses doch sei, manche bleiben einfach lieber beim alten Modell. Dieses verfügt immerhin noch über ein robustes Metallgehäuse. Die neue Version kommt dagegen mit einem Plastikrücken. Das bereitet den Nutzern Sorge. Manche fürchten, der Kampfpreis von 199 Dollar (statt 399 Dollar) für das 8GB-Modell gehe zu Lasten der Qualität. „Bitte nicht fallen lassen!“, warnt einer ironisch.

Ganz nebenbei: Der niedrige iPhone-Preis gilt weltweit nur bei Abschluss eines zweijährigen Vertrags mit dem jeweiligen nationalen Telefonanbieter. Das haben natürlich auch die Apple-Käufer durchschaut. Ein iPhone-Veteran hält das neue Gerät aufgrund des Vertragszwangs sogar für überteuert und ist froh, sein altes weiter benutzen zu können. Ein weiterer fragt sich, wie die Preisgestaltung in Ländern wie Frankreich aussehen wird, wo keine Vertragsbindung erlaubt ist.

Die geänderte Preispolitik hat Folgen. Blogger weisen darauf hin, dass Steve Jobs Prunkstück in den amerikanischen Apple-Stores nicht mehr online erhältlich ist. Kaufinteressenten in anderen Ländern könnten sich deshalb über Internet keine Einzelgeräte ohne Vertrag mehr bestellen. Da freut sich jeder, der private Kontakte in die Staaten hat: „Ich hab mich bei meinen Verwandten schon erkundigt, wann sie mal wieder nach Deutschland kommen“, schreibt einer, der sich sein neues iPhone wohl nicht beim T-Punkt holen will.

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