Apple
iPhone zum Diktat, bitte

In den ersten drei Monaten des Jahres wurden in den USA mehr Exemplare von Blackberry Curve verkauft als von Apples iPhone. Doch nun schlägt Apple zurück: Mit einem neuen Betriebssystem will Apple ab Juni endlich die Blackberry-Bastionen in den Büros stürmen.

DÜSSELDORF. Das iPhone schlägt zurück. Unerwartet musste das Apple-Smartphone im ersten Quartal 2009 die Führungsposition als bestverkauftes Mobiltelefon in den USA an den Blackberry Curve abgeben. Der Grund: Die frühere E-Mail-Maschine wird auch bei Teenagern und Hausfrauen immer beliebter. Jetzt stürmt Apple seinerseits die Büros, eine bislang uneinnehmbare Blackberry-Bastion.

Und nach langer Anlaufzeit geht es nun auch offenbar voran. In Apples Online-Shop AppStore steht seit wenigen Wochen mit "QuickOffice" das erste Büro-Paket mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation zum Download bereit, das diesen Namen verdient. Als Nächstes wird das auf Nokia S60-Geräten und Blackberrys beliebte Online-Büro "Documents To Go" folgen - voraussichtlich noch im Mai.

Open-Source-Firmen wie Zimbra und Open-Xchange verbinden zudem ihre Groupware-Lösungen - Konkurrenzprodukte zu Lotus Notes von IBM oder Microsoft Exchange - nahtlos mit dem iPhone und Mac. Der "OXtender for Mac OS X" von Open-Xchange synchronisiert E-Mails, Termine, Aufgaben und Kontakte auch mit Mac-Anwendungen wie Mail, iCal und Adressbuch.

Die Unternehmensberatung Forrester Research - lange Gegner eines Business-Einsatzes des iPhones - räumt enorme Fortschritte ein. "Wir haben mit Kraft Foods, Oracle und einem großen Pharmaunternehmen gesprochen, die alle iPhones im Unternehmen eingeführt haben", so Forrester-Analyst Simon Yates. Fazit: Es gab "mehr Positives als Negatives" zu berichten.

Negativ sei weiterhin die ungenügende Unterstützung von sicheren Internet-Verbindungen in Firmennetzen ("VPN"). Ärgerlich sei auch der fehlende Flash-Videoplayer. Viele Schulungsvideos würden damit produziert. Ernst zu nehmen seien ebenfalls Probleme bei der Synchronisierung von Outlook- und Exchange-Kalendern, über die oft berichtet werde. "Apple hat da volle Unterstützung für das kommende OS 3.0 angekündigt", so Yates hoffnungsvoll. Das Betriebssystem 3.0 mit zahlreichen Verbesserungen und Erweiterungen auch im Sicherheitsbereich wird in der finalen Version am 8. Juni auf der Apple-Developerkonferenz in San Francisco präsentiert.

Auch IT-Dienstleister Logica setzt auf das Apple-Smartphone. Bereits bei der Testinstallation im Unternehmen stellte sich heraus: "Das Apple-Telefon lässt sich besser bedienen als vergleichbare Smartphones", sagt Torsten Straß, CEO von Logica Deutschland. Dienstleister und Berater mit häufigem Kundenkontakt könnten schnell auf Daten zugreifen. Ihm gefällt das große Display genauso wie die intuitive Bedienung. "Wir haben inzwischen rund 1 400 Geräte im Einsatz", so Straß. Der Umstieg habe in einem Jahr "Einsparungen im sechsstelligen Bereich" erbracht. Mittlerweile integriert Logica mit einer Truppe von fast 60 Leuten iPhones bei Kunden im Autobau und in der Finanzindustrie.

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